Das muss ein richtig gutes Pferd sein, dieser Isidor. Doch der Schlenderhaner Dreijährige, der am Maifeiertag in Saint-Cloud in einem Course B-Rennen über 2100 Meter an den Start kam, ließ seinen Trainer Jean-Pierre Carvalho richtig schwitzen. In erster Linie jedoch vor dem Rennen, denn beim Aufgalopp entledigte er sich seines Reiters Filip Minarik, und lief eine zeitlang lose über die Bahn. Es gab eine bestimmte Stelle auf der Bahn, die dem Hengst nicht gefiel. Nach einigen Minuten hatte man den Adlerflug-Sohn jedoch eingefangen, und da er sich nicht sonderlich verausgabt hatte, entschied man, dass er am Rennen teilnehmen solle.
Und das war eine gute Entscheidung. Zwar sah man den Schlenderhaner in der Anfangsphase an zweiter, dann dritter Position etwas eifrig, doch hatte Filip Minarik das schnell unter Kontrolle. Im Schlussbogen sah es kurz gar nicht so gut aus für den Carvalho-Schützling, doch in der Zielgeraden griff der als 31:10-Favorit gestartete Hengst dann an. 200 Meter vor dem Ziel ging Isidor nach vorne, die beiden Fabre-Schützlinge Bahama Moon und Devil’s Eye taten sich dagegen nicht leicht.
Nach zwei, drei Aufmunterungen mit der Peitsche setzte sich Isidor in der Manier eines guten Pferdes bis zum Ziel dann noch leicht ab, auf der LInie hatte er zwei Längen Vorsprung vor dem Außenseiter Douceur Perdue, hinter dem der Ammerländer Bahama Moon Dritter wurde. „Er ist immer noch ein großes Baby und genau wie bei seinem Debüt in Köln schien er im Schlussbogen kurz in Schwierigkeiten zu sein“, so Jean-Pierre Carvalho am Equidia-Mikrofon nach dem Rennen. Mit diesem Sieg empfahl sich Isidor eindrucksvoll für bessere Aufgaben. Sein Kurs für das Deutsche Derby dürfte seit Freitag jedenfalls nicht höher geworden sein.













