Vor zwölf Monaten war er Zweiter, am Samstag gab es gegen ihn kein Ankommen. Die Rede ist von dem von Andreas Wöhler für den Stall Turffighter trainierten Cashman, der den zur Listenklasse zählenden Großen bwin Sommerpreis (25.000 Euro) über 1900 Meter gewinnen konnte. Auf dem zweiten Platz zeigte der einzige Dreijährige im Feld, Gestüt Ebbeslohs Wesenberg, eine tolle Leistung und komplettierte die Wöhler-Zweierwette.
Unter Jozef Bojko sah man den fünfjährigen Soldier of Fortune-Sohn gleich vorne mit dabei. An zweiter Stelle sortierte sich der spätere Sieger hinter dem Tempomacher Sun at work und Jockey Andreas Helfenbein ein. Sun at work brachte das Feld noch in den Einlauf, versuchte es innen, war aber gut 150 Meter vor dem Pfosten dann auf dem Rückzug. Die Musik spielte an den Außenrails. Hier machte Jozef Bojko Cashman mit Erreichen der Geraden richtig flott und hatte bald die Spitze, die er bis ins Ziel nicht mehr abgeben sollte.
Aus dem Hintertreffen wurde Wesenberg von Maxim Pecheur eingesetzt und von noch weiter hinten kommend sammelte auch Erika Mäders für den Stall Capricorn trainierter Savile Row, der unter Bauyrzhan Murzabayev als 173:10-Außenseiter auf die Reise ging, noch viele Gegner ein. Am Ende ein sehr guter dritter Platz für den Krefelder Galopper. Für den von Hans Wirth gezogenen Fuchs-Hengst Cashman, der in dieem Jahr schon gute Ansätze auf Gruppe III-Ebene zeigte (zuletzt Dritter im Großen Preis der Wirtschaft in Dortmund), war es der erste Sieg auf Listenparkett. Der Sieg zahlte 48:10.
„Dass ich eine Chance hatte, war mir klar. Ich mag Cashman sehr und verstehe mich sehr gut mit ihm. Wesenberg hat 84 Kilo im Handicap und mit dem kleinen Gewicht war das schon ein Vorteil. Man durfte ihn nicht unterschätzen“, sagte Jozef Bojko nach dem Rennen in dem der Favorit, der ebenfalls von Andreas Wöhler trainierte Yaa Salaam (Eduardo Pedroza), wurde Vierter. „Eddie sagte mir, dass der Boden für ihn zu lose war“, schloss Bojko an (zum Video).












