Nur ein Galoppsprung fehlte Manduro zum Super-Sieg

Revanche geglückt. Zuletzt hatte sich Georg Baron von Ullmanns vierjähriger Manduro (Foto) noch mit Platz drei hinter Corre Caminos zufrieden geben müssen, doch im Prix d’Ispahan (250.000 Euro-1850 Meter) am Sonntag in Longchamp drehte der Hengst den Spieß um und wurde denkbar knapp geschlagener Zweiter, blieb aber Längen vor seinem damaligen Bezwinger.

Geschlagen wurde Manduro in dieser Gruppe I-Prüfung um einen kurzen Kopf von Laverock aus dem Stall von Trainer Carlos Laffon-Parias, der von Davy Bonilla, Jockey des Derbysiegers Nicaron, geritten wurde. Olivier Peslier saß im Sattel von Manduro, der in der Schlussphase immer besser anpackte und einen Galoppsprung weiter wohl seinen ersten Treffer in einer Gruppe-I-Prüfung gelandet hätte. 57.150 Euro wurden dem Konto von Baron Ullmann gutgeschrieben.

Großer Sport mit deutscher Beteiligung wurde zur gleichen Zeit am Derby-Tag auf der römischen Rennbahn Capannelle geboten, wo neben dem Derby Italiano (I) mit dem Premio Carlo d`Alessio (II) und dem Premio Tudini (III) weitere Gruppe-Rennen auf dem Programm standen. Im Premio Carlo d`Alessio waren die Steher unter sich, darunter aus Deutschland Rhodesian winner (Marion Rotering) und Senex (Hans Blume), die allerdings nichts mit der Entscheidung zu tun hatten.

Während Senex (Eduardo Pedroza) in der Endphase noch auf Platz fünf vorlief, trudelte Rhodesian winner, der sich gerade in Italien einen Namen gemacht hatte, im aufgelösten Feld ein. „Er ist lange gut gegangen, hat sich dann in der Zielgeraden aber vorne links wohl vertreten und büßte dadurch sämtliche Chancen ein. Er blieb ohne Zweifel unter Wert geschlagen“, hieß es später von den Verantwortlichen. Der Sieg ging an den klaren Favoriten Groom Tesse unter Stefano Landi vor Cocodrail und Urgente.

Lange sah es auch für im Premio Tudini gut für den deutschen Vertreter Polish Magic aus. Der Schützling von Trainer Andreas Wöhler war gut abgesprungen und nahm einen vorderen Platz ein, doch vermochte er in der Schlussphase nicht mehr zuzulegen und kam als Siebter ins Ziel. Mit Kuaicos setzte sich ein von Max Tellini gerittener Riesenaußenseiter, der 375:10 auf Sieg zahlte, gegen Krisman und Great Uncle Ted durch.

Nichts zu holen gab es auch für den vierten deutschen Starter an diesem Tag, den im 123.Derby Italiano aufgebotenen Diarius aus dem Gestüt Röttgen, der unter Eduardo Pedroza zunächst an zweiter Position zu sehen war, allerdings nicht mehr, als es in die Entscheidung ging. Die wurde eine ganz überlegene Sache des von Jürgen Winter im Haras de la Perelle gezogenen Gentlewave.

Der Hengst gehört Gary Tanaka und wird in Paris vom zwanzigfachen französischen Champion Andre Fabre trainiert. Selten wird das Blaue Band Italiens einen so klaren Favoriten erlebt haben, denn Gentlewave wurde zum Kurs von 13:10 auf die Reise zu dieser mit 792.000 Euro dotierten 2400 Meter-Prüfung geschickt. Der vom Italiener Marco Monteriso gerittene Hengst siegte überlegen vor Storm Mountain und Rock­master.

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