Der Besitzer will es, der Jockey will es – und jetzt ist es auch möglich. Dem Engagement von Johnny Murtagh für den Ritt auf Novellist am 1. September im Grossen Preis von Baden stehen jedenfalls keine Formalitäten mehr entgegen.
Zunächst schien das nicht möglich, denn Murtagh hat neben seiner Jockey- auch eine Trainer-Lizenz. Allerdings ist es hierzulande nur den Jockeys nicht gestattet an Rennen teilzunehmen, deren Trainer-Lizenz auch in Deutschland ausgestellt wurde.
Das ist beim Iren Murtagh aber nicht der Fall, wie das Direktorium in der unten angeführten Erklärung feststellt. So braucht das erfolgreiche King George-Team nicht auseinandergerissen werden und darf bei der Grossen Woche in Baden-Baden noch einmal für den Angriff im Arc proben.
Erklärung des Direktoriums für Vollblutzucht und Rennen e.V. zur Teilnahme ausländischer Reiter an deutschen Rennen:
Das Direktorium für Vollblutzucht und Rennen e.V. stellt klar, dass Ziffer 197 RO nur eine Regelung dahingehend enthält, das Inhaber einer Trainingslizenz in Deutschland keine Berufsreiterlizenz besitzen können.
Einer Rittverpflichtung eines im Ausland lizenzierten Berufsrennreiters für Ritte in Deutschland steht diese Regelung nicht entgegen, auch wenn dieser im Ausland neben seiner Berufsrennreiterlizenz eine Trainerlizenz besitzt.
Für im Ausland lizenzierte Reiter gilt Ziffer 230 RO in Verbindung mit Art. 10 International Agreement on Breeding, Racing, Wagering, wonach der ausländische Reiter beim veranstaltenden Verein nur eine Erklärung unterzeichnen muss, mit der er versichert, im Besitz einer gültigen Reitlizenz zu sein.











