Soviel Einsatz ist sicher nicht alltäglich und die Verleihung des Verdienstkreuzes am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland an Werner Schmeer eine angemessene Würdigung für seine Verdienste.
Der saarländische Minister für Wirtschaft und Arbeit, Dr. Hanspeter Georgi, lud anlässlich der Aushändigung des Verdienstkreuzes am Bande am 13. April zu einem Empfang im Großen Sitzungssaal des Ministeriums für Wirtschaft und Arbeit in Saabrücken ein.
Dass sich Werner Schmeer um die mittelständische Wirtschaft des Saarlandes verdient gemacht hat, hob Minister Dr. Georgi hervor. Der gebürtige Saarländer Werner Schmeer wurde nach seinem Ingenieur-Examen im Jahre 1967 in dritter Generation Geschäftsführer der Firma Kieswerke Ludwig Schmeer in Püttlingen.
Das mittelständische Familienunternehmen, das vor über 100 Jahren gegründet wurde, zählt zu den ältesten regionalen Rohstoffproduzenten. 1977 gründete er die erste Baustoffrecycling-Anlage im Saarland. Dank landschaftsschonender Abbau- und Gewinnungsmethoden seiner Betriebsstätten erhielt Werner Schmeer 1986 eine Auszeichnung vom Minister für Umwelt des Saarlandes „für hervorragende freiwillige Leistungen in der Landschaftspflege“. Darüber hinaus hat sich Schmeer viele Jahre lang berufsständisch engagiert. Seit 2000 wirkt er als ehrenamtlicher Richter am Arbeitsgericht.
Grosse Erfolge konnte Werner Schmeer aber auch als Sportler erzielen. Auch hier wurde Tradition weitergelebt, denn bereits Großvater und Vater waren dem Galopprennsport zugetan und waren als Besitzer bzw. Amateurrennreiter ebenso erfolgreich. Auch Werner Schmeer’s Sohn Torsten sowie seine Tochter Anja konnten in die Fußstapfen des als Amateurrennreiter überaus erfolgreichen Vaters treten.
Auf 106 Siege brachte es Ludwig Schmeer, während Sohn Werner mit 237 Siegen als Amateurrennreiter im Rennsattel einen Nachkriegsrekord aufstellte, der bisher erst zweimal überboten werden konnte. 1971 wurde Werner Schmeer Deutscher Champion der Amateur-Rennreiter. Das Reiterabzeichen in Gold Klasse I der FN Deutschen Reiterlichen Vereinigung wurde an Ludwig Schmeer, Werner Schmeer und dessen Sohn Torsten für die Erfolge im Rennsattel bereits in dritter Generation verliehen.
Der Amateurrennsport lag Werner Schmeer immer sehr am Herzen, so dass es für ihn selbstverständlich war, seit 1984 im Vorstand des Verbandes Deutscher Amateur-Rennreiter mitzuwirken, dem er seit zwei Jahren als Präsident angehört. Außerdem war er von 1982 bis 2002 im Vorstand des Verbandes Südwestdeutscher Rennvereine tätig, 10 Jahre davon als Vize-Präsident und von 1996 bis 1999 als Präsident. 1982 gehörte Werner Schmeer zum Gründungsvorstand beim Verein Deutscher Besitzertrainer. Seit 1970 ist Werner Schmeer im Vorstand des Rennclubs Saarbrücken, wo er 1984 zum Vorsitzenden gewählt worden ist.
Wie groß die Anerkennung für diese Ehrung war, konnte man der Gästeliste sowie den zahlreichen Glückwunschschreiben entnehmen, die von namhaften Persönlichkeiten aus Politik, Industrie und Wirtschaft eingingen.
Zu den Gästen im Ministerium gehörten u.a. Peter Braus als Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Kies- und Sandindustrie e.V. und Recyclingindustrie, Peter Effenberger, Präsident des Verbandes der Baustoffindustrie des Saarlandes, Gerd Meyer, Präsident des Landessportverbandes Saarland, Geschäftsführer Saarland Sport Toto GmbH und Saarland Spielbank GmbH, Michael Schulz, Präsident Bundesverband der Deutschen Kies- und Sandindustrie sowie Werner Zimmer, u.a. Präsident des Saarländischen Leichtathletikverbandes sowie Vertreter der Medien. Martin Speicher, Bürgermeister in Püttlingen, dem Hauptsitz der Unternehmensgruppe Schmeer und Michael Burkert, Präsident des Stadtverbandes von Saarbrücken waren der Einladung ebenso gefolgt wie Susanna Santesson, Vize-Präsidentin vom Verband Deutscher Amateur-Rennreiter und Fegentri Generalsekretärin (Weltverband der Amateurrennreiter), die den Galopprennsport vertat.
Neben der Würdigung der Verdienste von Werner Schmeer wurde ganz besonders der Person Werner Schmeer diese große Ehrung zuteil. Sein persönliches und ehrenamtliches Engagement hat in all den Jahren nie nachgelassen, seine bescheidene und verbindliche Art wird von allen geschätzt, die mit ihm zusammenarbeiten. Er hat sich über viele Jahre uneigennützig und mit Erfolg für Menschen und Natur eingesetzt. Er ist ein würdiger Träger des Ordens.