Mit einem Paukenschlag endete das 25. Kronimus-Rennen auf dem Rennplatz Iffezheim. Diatribe, eine zweijährige Tertullian-Tochter aus der Zucht und im Besitz des Gestüts Röttgen, siegte in einer spannungsgeladenen Zielankunft unter Filip Minarik vor der 17:10-Favoritin Aslana und dem Riesenaußenseiter Murcielago.
In dieser mit 20.000 Euro dotierten Listenprüfung für den jüngsten Jahrgang über 1200 Meter sollte es lange überhaupt kein Tempo geben. In der Mitte der Zielgeraden hatte Andrasch Starke auf der Totofavoriten Aslana bereits die Initiative übernommen, und alles sah nach einem Volltreffer für die Rock of Gibraltar-Tochter aus.
Die Siegerin vor 9128 Zuschauern, Diatribe (Foto), kam jedoch außen angeflogen und nagelte die Schiergen-Stute auf der Linie mit einem Kopfvorteil fest. Für Siegtrainer Hans Albert Blume und das Traditionsgestüt Röttgen aus Rath-Heumar sicherlich ein besonderer Glücksmoment in einer nicht gerade vom Erfolg verwöhnten Saison. Der Toto zahlte auf Sieg im Übrigen bemerkenswerte 137:10 Euro.
„Wir sind schon mit Erwartungen in das Rennen gegangen, denn das Debüt von Diatribe war gut genug in Frankfurt. Dabei hatte die Stute diesmal noch nicht einmal das beste Rennen. Kompliment an den Jockey, der das Beste aus dem geringen Tempo gemacht hat. Sie besitzt noch eine Nennung für den Preis der Winterkönigin“, meinte Hans Albert Blume anschließend.
Auch im Lager der Favoritn zeigte man sich nicht unzufrieden mit der Vorstellung von Aslana: „Die Stute hat etwas geguckt, ist aber formgemäß gelaufen“, so Peter Schiergen nach dem Rennen.
Die Überraschung des Kronimus-Rennens war jedoch eindeutig die starke Vorstellung des 697:10 Außenseiters Murcielago aus dem kleinen Quartier von Matthias Keller. Lange lag der Areion-Sohn auf dem zweiten Rang und machte sowohl die Platz- als auch die Dreierwette als Dritter so richtig fett (Platz 99:10 und 7003:10 in der Dreierwette). Dahinter wurde Diamond Max aus dem Stadtwaldquartier von Mario Hofer Vierter.
So manche große Karriere begann im Kronimus-Rennen, das erstmals 1985 auf der Rennbahn an der Oos stattgefunden hat. So starteten solche Kaliber wie Germany (1993), Tryphosa (1994), in neuerer Zeit der aktuell im Gestüt Fährhof wirkende Deckhengst Lateral (2005) oder als jüngstes Beispiel Mario Hofers Smooth Operator(2008) ihre Karrieren in dieser mit 20.000 Euro dotierten Listenprüfung über 1200 Meter.
Noch am vergangenen Sonntag belegte der Kronimus-Sieger von 2008 den Ehrenrang hinter dem siegreichen Engländer War Artist in der Goldenen Peitsche.










