French King zu stark für die Deutschen

Zuletzt war er in der Heimat seines Besitzers Scheich Abdullah bin Khalifa Al Thani noch in einem mit einer Million Dollar dotierten Rennen, der H. H. The Emir’s Trophy gelaufen. Am Sonntag ging es für den von Henri-Alex Pantall trainierten French King im Carl Jaspers Preis, dem ersten Gruppe II-Rennen der deutschen Saison, und gleichzeitig dem ersten Lauf zur German Racing Champions League, nur um ein Sieggeld von 40.000 Euro, das in dem mit insgesamt 70.000 Preisgeld versehenen 2400 Meter-Rennen ausgelobt war (zum Video).

Doch das ließ sich der einzige Gast im Feld dann auch nicht nehmen. Mit Topjockey Olivier Peslier im Sattel war der vierjährige French Fifteen-Sohn, der im vergangenen Jahr auch das Swiss Derby gewonnen hatte, und im Weidenpescher Park als 3,9:1-Favorit auf die Reise ging, dann auch nicht nehmen.

Zuinächst hatte man French King in dem von Be My Sheriff angeführten Feld an dritter Stelle gesehen, im Schlussbogen hatte er diese Position dann etwas eingebüßt und fand sich im Siebenerfeld an fünfter Position wieder. Be My Sheriff brachte das Feld noch in die Zielgerade, sah sich dort außen sofort den Angriffen von Alounak und Walsingham ausgesetzt, die aber dann beide relativ bald nicht mehr so wirklich gefährlich für den Grewe-Schützling waren.

Ganz anders French King, den Olivier Peslier in der Bahnmitte einsetzte, und der etwa 300 Meter vor dem Ziel an der Seite von Be My Sheriff auftauchte. Und dann war die Frage nach dem Sieger auch relativ schnell geklärt, der französische Gast ging stets etwas besser als der sich teuer verkaufende Grewe-Schützling, der sich im Ziel mit einer dreiviertel Länge geschlagen geben musste. Platz drei ging eine weitere dreiviertel Länge zurück an Windstoß, dann waren es bis zum viertplatzierten Alounak noch einmal eindreiviertel Längen, Colomano wurde Fünfter vor Walsingham und dem am Ende chancenlosen Khan.

“In Katar habe ich mit ihm von der Spitze aus gewonnen, heute wollte ich ihn etwas mehr aus der Reserve reiten, er ist ein gutes Pferd, das sich verbessert hat”, erklärte Siegreiter Olivier Peslier nach dem Rennen. Der Franzose war auf dem Siegerpodest bei der Siegerehrung nach dem Rennen ganz allein, denn weder Trainer Henri-Alex Pantall, noch der Besitzer oder ein Vertreter, waren nach Köln gereist.

“Er ist toll gelaufen, nach nur 14 Tagen Pause nach seinem letzten Rennen, und beim ersten Versuch über 2400 Meter”, war Henk Grewe mit Be My Sheriff, der nun in Baden-Baden in den Großen Preis der Badischen Wirtschaft gehen könnte, nach dem Rennen zufrieden.

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