Nur noch fünf Wochen, dann steht auf der Pariser Nobelbahn Longchamp im Bois de Boulogne das wichtigste Turf-Wochenende des Jahres auf dem Programm. Und die deutschen Turf-Freaks sollten schon einmal die Hotels für das erste Oktoberwochenende (4. und 5. Oktober) buchen, denn nicht nur im Qatar Prix de l’Arc de Triomphe, wo die hiesige Turfgemeinde natürlich auf Sea The Moon hofft, sondern auch im Rahmenprogramm könnte es reichlich deutsche Starter geben. Denn für die insgesamt zehn Grupperennen für die Englischen Vollblüter, die es rund um den Qatar Prix de l’Arc de Triomphe gibt, wurden insgesamt 23 deutsche Pferde genannt, von denen zwei sogar eine Doppelnennung aufweisen.
Am Samstag stehen vier Gruppe-II-Rennen auf dem Programm, von denen der Prix de Royallieu, die 2500-Meter-Prüfung für dreijährige und ältere Stuten, mit einem Preisgeld von 250.000 Euro die höchste Dotierung besitzt. Aus deutschen Ställen findet man die Görlsdorferinnen Berlin Berlin und Hey little Görl aus dem Stall von Markus Klug, die von Jens Hirschberger trainierte Auenquellerin Virginia Sun, Andreas Löwes Lady Liberty und die zuletzt in Frankreich erfolgreiche Wöhler-Stute Star Lahib im Aufgebot für diese Prüfung.
Für den Prix Chaudenay, die über 3000 Meter führende Steherprüfung für die Dreijährigen, in der es um 200.000 Euro geht, bekam der von Andreas Löwe trainierte Gruppe-I-Sieger Sirius eine Nennung. Den Prix Dollar (1950 m, 200.000 Euro) könnten aus deutschen Ställen der von Peter Schiergen trainierte Ammerländer Bermuda Reef und der von Jens Hirschberger vorbereitete Amonit bestreiten. Das vierte Gruppe-II-Rennen am ersten Renntag, der Prix Daniel Wildenstein (1600 m, 200.000 Euro) könnte das Ziel der Ittlingerin Longina (Peter Schiergen), Jens Hirschbergers S Arancha, Mirek Rulecs Sommerabend und des von William Mongil trainierten Grand Vintage sein.
Altano soll Titel verteidigen
Neben dem Prix de l’Arc de Triomphe gibt es am Sonntag sechs weitere Gruppe-I-Rennen, von denen mit Ausnahme des Prix de l’Abbaye (1000 m, 350.000 Euro) und des Prix Jean-Luc Lagardere (1400 m, 350.000 Euro) in allen Rennen deutsche Pferde in der Nennungsliste auftauchen. Einziger deutscher Kandidat für den mit 300.000 Euro dotierten Prix du Cadran ist der von Andreas Wöhler für Dr. Ingrid Hornig trainierte Altano, der natürlich seinen Titel aus dem Vorjahr in der 4000-Meter-Prüfung verteidigen soll. Für den Prix Marcel Boussac (1600 m, 300.000 Euro) für die zweijährigen Stuten hat Mario Hofer Moonee Valley eingeschrieben, die in der vergangenen Woche in Deauville bei ihrem Debüt gleich erfolgreich war. Drei deutsche Kandidaten gibt es für den Prix de la Foret (1400 m, 300.000 Euro). Dabei handelt es sich um Ajaxana aus dem Stall von Waldemar Hickst, Peter Schiergens Top-Flieger Amarillo, sowie Stall Helenas Kolonel aus dem Krefelder Quartier von Mario Hofer.
Acht Stuten im Prix de l’Opera
Das Rennen mit den meisten deutschen Nennungen ist aber ganz eindeutig der Prix de l’Opera, die Stutenprüfung über 2000 Meter, in der es um 400.000 Euro geht. Andreas Löwe hat die Vorjahresvierte Red Lips und die Diana-Zweite Diamond Dove genannt, Andreas Wöhler könnte mit der Diana-Siegerin Feodora vertreten sein. Die weiteren deutschen Kandidatinnen sind S Arancha, Nymphea, Nausica Time, Longina und Wunder. Es könnte also ein tolles, interessantes Turf-Wochenende in der französischen Hauptstadt werden.












