Schwächer als erwartet schnitt am Samstagmorgen in Caulfield Mawingo bei dem Versuch ab, in den Peter Young Stakes die Nachfolge von Lucas Cranach anzutreten, der das Gruppe II-Rennen 2012 gegen Illo gewonnen hatte.
Schließlich war der Ex-Schlenderhaner nach seinem hervorragenden Comeback aus der Pause sogar als Favorit in die mit 220.000 AUS-Dollar dotierte Prüfung gegangen.
Gutes Comeback – dann schwacher zweiter Start! – Da gehen bei allen „Rennsport-Experten“ die Lichter an. Es ist schließlich eine alte Weisheit, dass ein mittelmäßiges Comeback Pferde fördern und sie beim zweiten Start besser laufen lassen kann, nach einem guten Comeback aber ein Rückschlag droht.
Und genau dieser Theorie schloss sich auch Jockey Craig Williams an, der es als weltweit erfahrener Spitzen-Jockey schließlich wissen muss: „An dem Rennverlauf, den wir hatten, gab es bei langsamer Fahrt nichts aussetzen. Es kam heute aber wenig Beschleunigung von Mawingo, vielleicht war er beim zweiten Start nach der Pause etwas müde (maybe a bit flat second-up).“
Da schwang Enttäuschung mit, während sich der auf Foreteller siegreiche Jockey Dwayne Dunn natürlich über die aufgegangene Taktik freute: „Mit der Nase früh im Wind läuft er nicht gut. So habe ich ihn zurückgenommen und hinten versteckt. Als das Feld eingangs der Graden auffächerte, konnte ich ohne Aufenthalt innen durchstoßen.“
Der Trainer des Siegers ist Chris Waller, der den Ex-Fährhofer Secessio in Australien schon mit Erfolg gesattelt hat, was beim Ex-Ebbesloher Eigelstein bei seinem Comeback am Samstag in Warwick Farm noch nicht so gut klappte. Er hatte Foreteller im Oktober 2010 für 100.000 Guineas importiert. In seiner früheren französischen Heimat hatte der nun sechsjährige Wallach für seinen Züchter Khalid Abdullah ein Listenrennen gewinnen können.
Jockey Dwayne Dunn blieb im Anschluss auf der Siegerstraße, als er All Too Hard zu dessen drittem Gruppe I-Triumph führen konnte. Der Black Caviar-Bruder war dabei im Caulfield Futurity mit mehr als drei Längen Vorsprung überlegen und soll höchstwahrscheinlich schon am nächsten Wochenende wieder starten.
„Wir haben zu 99% die Australian Guineas am nächsten Samstag in Flemington auf der Agenda. Natürlich werden wir All Too Hard in den nächsten Tagen genauestens beobachten und schauen, ob er seinen Trog auch richtig ausgeleckt hat.“ – So Co-Trainer Wayne Hawkes. Zu den Lobeshymnen auf den dreijährigen Hengst gehört auch dieses Zitat des Jockeys: „Ich habe 20 Jahre auf so ein Pferd gewartet, und nun sitze ich endlich drauf.“
Mawingos nächster Start ist im Australian Cup vorgesehen, der eine Woche später am 9. März in Flemington stattfindet. Dort geht es über 2.000 Meter um eine Million AUS-Dollar, was fast 780.000 Euro entspricht.
Trainer Waller hat dieses Ziel auch schon für Foreteller bekräftigt, so dass es dort hoffentlich mit freierem Tempo als am Samstag zur Revanche kommen dürfte. Die wird auf RaceBets.com so wie jetzt alle Australien-Highlights natürlich live zu sehen sein.











