Er ist eines der größten Aushängeschilder der deutschen Zucht auf internationalem Parkett, und nach einer langen Durststrecke rückt das Comeback des wohl besten deutschen Galoppers seines Jahrgangs nun endlich in greifbare Nähe. Lazy Griff, der hochveranlagte Sohn des Melbourne-Cup-Siegers Protectionist aus der Zucht des Gestüts Westerberg, steht nach einer monatelangen Pause vor seiner Rückkehr auf die Rennbahn.
Nach seinem sehr guten dritten Platz im Irischen Derby im vergangenen Jahr war es ruhig geworden um den Hengst. Ein Rückschlag hatte ihn im letzten Herbst um den sicher geglaubten Start im St Leger gebracht. Seitdem arbeitete das Team um Trainer Charlie Johnston akribisch an der Rückkehr des Vierjährigen, die nun unmittelbar bevorsteht.
Eigentlich sollte der Comeback-Vorhang für Lazy Griff genau jetzt aufgehen. Ein winziges, zeitlich extrem unpassendes Problem hat diesen Moment nun um lediglich zwei Wochen nach hinten verschoben. Laut Johnston hat dies jedoch nichts mit der alten Verletzung zu tun, die den Start im Leger verhinderte. Vielmehr kam das Problem zu einem kritischen Zeitpunkt in der Vorbereitung.
„Es kam einfach zu einem entscheidenden Zeitpunkt, als wir eigentlich härter pushen wollten, und stattdessen mussten wir für ein paar Tage Tempo rausnehmen“, erklärte Charlie Johnston die aktuelle Situation. Diese kurze Verzögerung ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass der Hengst bereit ist, seine Karriere auf höchstem Niveau fortzusetzen.
Die spannende Frage bleibt nun, auf welcher Distanz er wieder einsteigt. Da er bisher noch nie über 2400 Meter hinaus getestet wurde, sein Pedigree aber nach Stehvermögen schreit, stehen interessante Optionen im Raum. Der Coronation Cup in Epsom wäre eine Rückkehr an den Ort eines seiner besten Leistung, ein sensationeller Zweiter Platz im Epsom Derby. Doch auch die Henry II Stakes über 3200 Meter in Sandown Ende Mai sind ein Thema. Für die deutschen Fans bleibt Lazy Griff ein großer Hoffnungsträger für die ganz großen internationalen Prüfungen.












