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Vom letzten Platz zum Sieg - Loft überlegen im Belmont Gold Cup

Loft mit Trainer Marcel Weiß
Mit sieben Gegnern hatte es der von Marcel Weiß für das Gestüt Ittlingen trainierte Loft am Freitagabend im Belmont Park zu New York im Belmont Gold Cup zu tun. Und der Adlerflug-Sohn, zuletzt auf gleichem Level überzeugender Sieger im Comer Group International 51. Oleander-Rennen in Hoppegarten, zählte unter Andrasch Starke auch zu den Favoriten in dem 400.000 Dollar-Event.

3,7:1 notierte der Wallach, als sich die Boxen für den Marathon über 3200 Meter öffneten. Stärker gewettet war nur Todd Pletchers Abaan, der unter Luis Saez als 3,2:1-Favorit ins Rennen ging. Doch während dieser völlig unterging und nur im geschlagenen Feld landete, kam der deutsche Gast zu einem völlig überlegenen Sieg.

Dabei hatte man Loft lange im hinteren Teil des Feldes gesehen, Andrasch Starke ließ den Weiß-Schützling in Ruhe auf die Beine kommen und lag mit ihm an sechster Stelle, hinter ihm war nur noch der Außenseiter British Royalty auszumachen. Der Favorit Abaan dagegen war sofort vorne zu sehen, wo er schon bald vom zweiten europäischen Gast, Archie Watsons Outbox unter Holly Doyle begleitet wurde. Dahinter sah man Novo Sol und Strong Tide, gefolgt von Cibolian und Box N Score.

Das Tempo war zügig, und die beiden vorderen Pferde mussten diesem dann im Schlussbogen Tribut zollen. Andrasch Starke wartete sehr lange mit seinem Angriff, in der Gegenseite wurde er sogar noch von British Royalty passiert, und so sah man Loft sogar an letzter Stelle. Ende gegenüber und in den Schlussbogen hinein, machte sich Loft dann aber auf den Weg nach vorne, passierte an der Außenseite auf einen Rush fünf Gegner, sodass er ausgangs des Schlussbogens bereits Dritter war. In der Zielgeraden war er schnell Zweiter, und auch den Widerstand des bis weit in den Einlauf hinein führenden Strong Tide (Michael Lauer/Dylan Davis) hatte er dann bald gebrochen. Dieser verlor kurz vor der Linie sogar noch den zweiten Platz an den gut endenden British Royalty (Barbara Minshal/Joel Rosario).

Dreieinviertel Längen Vorsprung hatte Loft im Ziel vor dem Zweitplatzierten. Zum fünften Mal in Folge ging der Sieg in der Gruppe II-Prüfung somit nach Europa, und zum zweiten Mal nach Red Cardinal (Andreas Wöhler/Eduardo Pedroza) 2017 nach Deutschland.

"Die beiden vorderen Pferde machten an der Spitze ein sehr hohes Tempo, und ich wartete deshalb erstmal ab. Ich sah aber schon früh, dass Hollie Doyle mit Outbox in Schwierigkeiten war. Die vorderen Pferde wurden Opfer des Tempos, das sie anschlugen. Ich wartete, bis sich eine Lücke auftat, und im Schlussbogen konnte ich meinen Platz verbessern. Als wir in die Zielgerade kamen, waren noch zwei Pferde vor mir, und er ging noch sehr gut. Am Ende war es ein ganz leichter Sieg, er ist ein echter Champion auf den weiten Distanzen und ich freue mich, hier im Belmont Park gewonnen zu haben", so Andrasch Starke nach dem Rennen beim Siegerinterview.

 

(10.06.2022)