Mit Uwe
Stoltefu

GaloppOnline.de:
In Hamburg ist es für Sie wirklich optimal gelaufen. Hatten Sie im Vorfeld damit gerechnet, waren Sie vorher schon optimistisch?

Uwe Stoltefuß:
Wir waren schon optimistisch, aber das waren wir vor Baden-Baden auch schon. Da ist es für uns aber gar nicht so gut gelaufen. Ich freue mich natürlich sehr für meine Besitzer. Viele von ihnen kommen aus dem norddeutschen Raum. Sie investieren sehr viel, da ist es schön, dass sie in Hamburg auf dem Treppchen stehen konnten. Planen kann man das ganze aber nicht, es ist einfach alles super gelaufen.

GaloppOnline.de:
Wie erklären Sie sich, dass in Hamburg fast alle ihre Pferde nach vorne liefen?

Uwe Stoltefuß:
Das ist eben die vielzitierte “Stallform”. Einer gewinnt und plötzlich laufen alle nach vorne. Das kann man nicht erklären. Es kam aber auch alles zusammen. Meine Pferde mochten offenbar auch alle den schweren Boden. Und die Überform von “Boschi” war natürlich auch ein wesentlicher Faktor. Ihm gelang in Hamburg fast alles.

GaloppOnline.de:
Sie sollen auch beim Futter umgestellt haben.

Uwe Stoltefuß:
Ja, das stimmt. Wir haben das “Müsli” weggelassen. Seitdem laufen die Pferde tatsächlich besser.

GaloppOnline.de:
Nun geht es nach Bad Harzburg, wo sie
bekanntlich immer besonders erfolgreich sind. Mit wievielen Pferden werden Sie dort vertreten sein?

Uwe Stoltefuß:
Es werden so um die fünfundzwanzig sein. Einige, die in Hamburg gewonnen haben, werden dort aber nicht laufen.

GaloppOnline.de:
Haben Sie sich für Bad Harzburg ein bestimmtes Ziel gesetzt?

Uwe Stoltefuß:
Nein, das habe ich nicht. Ich bin erstmal über den Erfolg, den wir in Hamburg hatten, froh. Man muss abwarten, wie es in Bad Harzburg läuft.

GaloppOnline.de:
Drei Pferde sind uns in Hamburg besonders aufgefallen. Quebo, Mr President und Sevan. Wie schätzen Sie sie ein, was trauen Sie ihnen zu?

Uwe Stoltefuß:
Quebo ist natürlich sehr stark gesteigert. Er gewann beim zweiten Sieg ja noch viel deutlicher als beim ersten Erfolg. Ihm wird so schnell kein Weg zu weit. Vielleicht ist er ein Kandidat für das Silberne Band der Ruhr. Das hoffe ich zumindest. Passende Bodenverhältnisse würde er dort ja bestimmt antreffen. Mr President hat für mich zumindest Listenklasse. Er läuft jetzt im Hannoverschen Auktionsrennen, danach in Baden-Baden im Preis der Jährlingsauktion. Sevan ist ein Talent über Sprünge. Er läuft natürlich in Bad Harzburg, dann haben wir den Preis des Murgtals in Iffezheim im Visier.

GaloppOnline.de:
Früher waren sie im Hindernissport stärker engagiert. Gibt es diesbezüglich wieder Pläne?

Uwe Stoltefuß:
Ja, eigentlich sollten mehrere Pferde springen. Brambusch zum Beispiel auch. Nach Bad Harzburg geht es damit wieder stärker los.

GaloppOnline.de:
Sie arbeiten seit längerer Zeit ohne festen Stalljockey. Wie sieht es in dieser Hinsicht aus?

Uwe Stoltefuß:
Ich fahre damit sehr gut. So wie es jetzt ist, ist es optimal. Andreas Boschert reitet meine Pferde ja meistens, er reitet auch schon sehr lange für mich. Auch Torsten (Mundry) steigt oft für mich in den Sattel. Das ist wirklich hervorragend.

GaloppOnline.de:
Jan Korpas ist aber auch noch am Stall.

Uwe Stoltefuß:
Ja, aber er geht im August wieder nach Iffezheim. Seiner Frau hat es hier im Westen nicht gefallen.

GaloppOnline.de:
Wieviele Pferde trainieren Sie zur Zeit?

Uwe Stoltefuß:
Im Moment sind es zweiundfünfzig Pferde, darunter zehn Zweijährige.

GaloppOnline.de:
Haben Sie schon einen Favoriten im Zweijährigen-Lot?

Uwe Stoltefuß:
Ja, Belsun, ein Monsun-Sohn, der ein naher Verwandter von Barlovento ist.

GaloppOnline.de:
Wird man ihn in diesem Jahr schon am Start sehen?

Uwe Stoltefuß:
Ja, er wird in naher Zukunft herauskommen.

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