Interview/Jockey Talks

Mit Peter Schiergen

GaloppOnline.de: Gratulation zu Ihrem dritten Derby-Sieg. Hatten Sie mit einem solchen Ergebnis gerechnet?

Peter Schiergen: Nein, mit einem solchen Einlauf natürlich nicht. Aber ich hatte Kamsin nicht abgeschrieben. Das Münchener Laufen mit den bekannten Umständen, konnte so nicht stimmen, das hatte ich ja schon damals nach dem Rennen gesagt.

GaloppOnline.de: Andrasch Starke hatte ja vor dem Rennen ziemlich tief gestapelt, sagte dass Kamsin kein Samum und kein Schiaparelli sei und man auch mit einer Platzierung schon zufrieden wäre.

Peter Schiergen: Ach, diese Aussage wäre früher nie so hochgekocht worden, dem habe ich keine große Bedeutung beigemessen.

GaloppOnline.de: Ist Kamsin denn so gut wie Schiaparelli?

Peter Schiergen: Ob er so gut ist wie Schiaparelli, muss er jetzt natürlich zeigen.

GaloppOnline.de: War der Regen, der vor dem Rennen fiel, wichtig für Kamsin?

Peter Schiergen: Der Regen war auf jeden Fall kein Nachteil, das kann man so sagen.

GaloppOnline.de: Ihre beiden Pferde machten das Tempo, war das Ihre Taktik?

Peter Schiergen: Nein, natürlich absolut nicht. Aber die Pferde sind ja am Anfang beinahe getrabt, da haben meine Jockeys gut reagiert. Kompliment an die Reiter. Es war sicher auch gut, dass hinter Kamsin ein Stallgefährte war, so bekam er unterwegs keinen Druck.

GaloppOnline.de: Mit Ostland stellten sie auch den Zweitplatzierten. Hatten Sie das so erwartet?

Peter Schiergen: Auch Ostland ist ein Riesenrennen gelaufen, natürlich hatte ich nicht unbedingt damit gerechnet, dass er so weit kommen würde. Auf den letzten Metern hat sich gezeigt, dass er ein Riesensteher ist. Ich glaube, dass er sich weiter steigern kann.

(09.07.2008)