Kew Gardens beendet Stradivarius-Siegesserie

Der Long Distance Cup, das mit 450.000 Pfund dotierte Steherrennen über 3100 Meter am Champions Day in Ascot, zählt zwar nur zur Gruppe II, doch das änderte nichts daran, dass mit Stradivarius, dem führenden europäischen Extremsteher, und dem von Aidan O’Briens Kew Gardens absolute Klassepferde an dieser Prüfung teilnahmen.

Und es wurde ein mega-spannendes Rennen, in dem die beiden genannten Pferde beinahe die gesamte Zielgerade herunter um den Sieg kämpften. Frankie Dettori hatte Stradivarius, den 1,6:1-Favoriten, wie gewohnt aus der Reserve geritten, und kam mit dem Gosden-Schützling in der Zielgeraden schnell an die Seite von Kew Gardens, der zu Beginn des Einlaufs nach vorne gegangen war.

Deutlich vor den Gegnern fochten die beiden Stars den Sieg unter sich aus, und auch wenn Stradivarius einen Tick besser zu gehen schien, konnte Donnacha O’Brien Kew Gardens immer wieder neue Reserven entlocken. Der Galileo-Sohn, der mit 4,5:1 zweiter Favorit war, hielt bis zuletzt dagegen und kam kurz vor dem Ziel wieder an die Spitze. Eine Nase Vorteil hatte der Hengst auf der Linie und beendete damit die Siegesserie von Stardivarius, der zuletzt zehn Rennen in Folge gewonnen hatte.

Hinter den beiden Erstplatzierten waren es dann schon fünf Längen bis zu Royal Line, einem weiteren Gosden-Pferd. “Wir hatten ihn schon für den Gold Cup vorbereitet und er hatte sich kurz davor verletzt. Das war sehr bedauerlich, da wir uns einiges von ihm versprochen hatten. Wir haben es so eben geschafft, ihn wieder fit zu bekommen für das irish St Leger, aber  das war auch nicht so ganz sein Rennen. Wir können froh sein, dass er jetzt wieder voll da ist. Sie sehen, wie unglaublich er ist, wen er schlagen kann. Was für eine starke Leistung, sich so zurückzukämpfen. Stradivarius war ja für einen Moment schon vorbei. Dann hat er noch mal angepackt und den Spieß umgedreht! Unglaublich wirklich. Die Chancen stehen sehr gut, dass er im Training bleiben wird und wir den nächsten Ascot Gold Cup mit ihm anpeilen werden, aber das müssen natürlich die Eigner entscheiden.”

 

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