Nicht nur in Hamburg wurde am Sonntag ein Derby gelaufen, auch in Polen und Ungarn war „Derby-Time“.
Im 104. Magyar Derby, das mit 22 Millionen Forint (ca. 61.000 Euro) dotiert war, und auf der Rennbahn Kincsem Park in Budapest über 2400 Meter führte, gab es einen packenden Endkampf zwischen dem von Beginn an im Vordertreffen liegenden Starman Son (Sandor Ribarszki/Zeno Kelemen) und dem von Stanislav Georgiev trainierten Neptune des Clos (Vaclav Janacek). Lange sah es dabei so aus, als könne Starman Son nach Hause kommen, denn Neptune des Clos, ein in Frankreich gezogener Toronado-Sohn aus einer Pomellato-Stute, brachte sich durch mehrfaches starkes Wegbrechen um bessere Chancen, wackelte im Finish wie ein Fähnchen im Wind.
Doch am Ende konnte ihn sein Jockey wieder auf gerade Spur bringen, und im Ziel hatte er eineinviertel Längen Vorsprung. Neptune des Clos, den die Agentin Hana Jurankova als Jährling für 18.000 Euro bei Arqana erworben hatte, war damit der dritte Sieger als Trainer für Stanislav Georgiev. Der Hengst war als zweiter Favorit zur Quote von 3,6:1 ins Rennen gegangen. Platz drei ging an Hanak (Gabor Paizs/Harry Davies). Der Favorit Fenomenalis wurde nur Fünfter. Dreimal hatte Georgiev Ungarns „Blaues Band“ auch als Jockey gewinnen können.
Im Polnischen Derby, das in Warschau ebenfalls über 2400 Meter führte, und mit 280.000 Zloty (ca. 65.000 Euro) dotiert war, war Andreas Wöhlers Westminster Sky Nichtstarter. Gewonnen wurde die Dreijährigenprüfung von dem von Adam Wyrzyk trainierten Time Test-Sohn Time for the Star, der von Stefano Mura geritten wurde. Von dem Sieger war lange nichts zu sehen, denn die ganze Zielgerade herunter gab es einen Kampf zwischen den Favoriten Rondnoir (Maciej Janikowski/Per-Anders Graberg) und Birmingham (Krzysztof Ziemianski/Gavin Ryan).
Doch an beiden flog in der Endphase Time for the Star vorbei und stand damit als Sieger fest. Platz zwei ging eineinviertel hinter dem Sieger sogar noch an den ebenfalls von weit hinten noch gut endenden Tardar (Guillaume Trolley de Prevaux) aus dem Stall von Alicia Karkosa, während Birmingham Platz drei belegte. Der Sieger Time for the Star war als Jährling bei der Tattersalls Ireland September Yearlings Sale für 22.000 Euro von seinem Trainer Adam Wyrzyk erworben worden. Für Wyrzyk war es der vierte Sieg im Polnischen Derby.











