Das erste Highlight des Tages stand am Sonntag im Dortmund im vierten Rennen an, denn im Hoffnungspreis – Derby Trial , dem mit 30.000 Euro dotierten Listenrennen über 2050 Meter, ging es für vier der sechs Starter noch darum, sich für das IDEE 157. Deutsche Derby zu empfehlen, denn sie besitzen noch eine Nennung für das Gruppe I-Rennen für die Dreijährigen über 2400 Meter am 5. Juli in Hamburg-Horn. Klarer Favorit in der Black Type-Prüfung war der von Waldemar Hickst für den Stall Nizza trainierte Alter Meister, der unter Augustin Madamet erstmals in Deutschland an den Start kam, nachdem er zuvor in Frankreich gewonnen hatte, und dort auf Listenebene einen vierten Platz belegt hatte.
2,0:1 stand der Japan-Sohn am Totalisator, als sich die Boxen für die Black Type-Prüfung öffneten. Und in der Zielgeraden sah es lange auch nach einem souveränen Sieg des klaren Favoriten aus, denn nach einem Rennen vom zweiten Platz aus ging Alter Meister in der Zielgeraden sofort an dem bis dahin führenden Dastan vorbei und schien einem sicheren Sieg entgegenzugehen.
Doch auf den letzten Metern bis zum Ziel kamen an der Innenseite der bislang noch sieglose Quitos (Leon Wolff) aus dem Formstall von Christian Sprengel, und der zweite Favorit Dardanos (Andreas Wöhler/Eduardo Pedroza) an dem Favoriten vorbei. Quitos war im Ziel sogar noch mit einer Länge voraus und löste damit mit einer Speedleistung auf den letzten Drücker noch sein Derby-Ticket.
„Er hat richtig den Turbo eingelegt, ich war überrascht, wie schnell er noch wurde. Er ist noch unerfahren, man kann noch von Steigerung ausgehen, ich denke, mit ihm kann man in Hamburg laufen“, so Siegjockey Leon Wolff nach dem Rennen über den Iquitos-Sohn, lange am Ende des Feldes gelegen hatte, und mit einer Eventualquote von 19,2:1 als längster Außenseiter ins Rennen gegangen war.
„Wenn wir Dritter gewesen wären, wäre auch schon alles gut gewesen. So ist es natürlich noch schöner“, sagte Christian Sprengel nach dem Rennen. „Ich freue mich riesig, dass er das gezeigt hat, was wir von ihm vermutet hatten. Wenn mit ihm alles gut bleibt, dann soll er auch in Hamburg laufen“, so Besitzerin Sybille Kirstein vom Gestüt Paschberg, das auch Züchter des Siegers ist.










