Zum Auftakt des Kölner Renntages rund um das Union-Rennen wurde es direkt richtig spannend. In der über 2400 Meter führenden Prüfung für dreijährige Pferde musste nach dem Rennen minutenlang auf die Auswertung des Zielfotos gewartet werden. In der Giro Trophy hatte schließlich die von Marcel Weiß erstmals auf der Rennbahn vorgestellte Aomanda unter Sibylle Vogt das bessere Ende für sich.
Für das Gestüt Auenquelle bedeutete der Erfolg der selbst gezogenen Galiway-Tochter den ersten Saisonsieg in Deutschland. Aomanda , die bei ihrem Debüt direkt mit Scheuklappen aufgeboten wurde, erzwang im letzten Galoppsprung noch das Zielfoto mit dem bereits wie dem Sieger aussehenden Peanut aus dem Stall von Sarah Weis, den Bauyrzhan Murzabayev in der frühen Phase des Rennens an die Spitze geführt hatte.
Lange sah es so aus, als würde die 4,2:1-Chance die Prüfung nach Hause bringen. Doch letztlich wies das Zielfoto Aomanda als Siegerin aus. Hinter dem denkbar knapp unterlegenen Peanut belegte der favorisierte Horwart aus dem Stall von Yasmin Almenräder unter Leon Wolf Rang drei auf dem grünen Rasen.
Nach dem Rennen gab es auch noch eine minutenlange Überprüfung, die sich aber nicht gegen die Siegerin richtete. Hinter Peanut lag in der Zielgeraden die von Andreas Suborics trainierte Noble Lips, die an den Rails nie einen Durchschlupf fand und so nicht zur Entfaltung kam. Nach Ansicht der Rennleitung lag dabei eine Behinderung von Peanut gegenüber Noble Lips vor und deshalb setzte die Rennleitung den ursprünglich zweitplatzierten Peanut hinter Noble Lips auf Rang vier. Der neue Einlauf lautete damit Aomanda – Horwart – Noble Lips – Peanut.
Siegreiterin Sibylle Vogt sagte nach dem Rennen: „Sie ist heute das erste Mal gelaufen und war zu Hause sehr, sehr unscheinbar. Sie hat sich immer ein bisschen bitten lassen, die Galopps waren ordentlich, aber nie so, dass man gedacht hätte, wir kommen heute raus und gewinnen direkt. Im Rennen ist dann aber alles perfekt gelaufen. Wir hatten mit der Startbox eine schlechte Ausgangslage, also ziemlich weit außen. Trotzdem bekamen wir hinter Leon Wolf und Horwart das ideale Rennen. Horwart hat mich schön sukzessive in die Gerade mitgenommen, ich konnte mich ziehen lassen und die letzten 400 Meter dann in Angriffsposition gehen.“











