Alleno gewinnt packenden Grossen Preis von Tattersalls gegen Hochkönig

Gestüt Ittlingens Alleno hat seine Position als aktuell bestes deutsches Rennpferd bestätigt und am Sonntag in Iffezheim in einem packenden Duell den stark verbessert laufenden Derbysieger Hochkönig im zur Gruppe II zählenden Grossen Preis von Tattersalls auf den zweiten Platz verwiesen. Rang drei ging nach 2200 Metern an Wilko, den vierten Platz belegte Delgardo. Der Sieg des von Marcel Weiß in Mülheim an der Ruhr trainierten Nathaniel-Sohnes zahlte 2,7:1.

Die beiden erstplatzierten Pferde gingen zunächst im Hintertreffen, nachdem Atoso das Feld in den Einlauf gebracht hatte. Den ersten Lauf hatte dann vor 13.500 Zuschauern der von Yasmin Almenräder trainierte Hochkönig, der nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Nina Baltromei von Jack Mitchell geritten wurde. Der im Besitz des Stalles Cloverleaf stehende Polish Vulcano-Sohn nahm die Spitze, doch dann tat sich auch die Lücke für Alleno und Sibylle Vogt auf. Nun trat Alleno auf den Plan. Der Sieger des Sauren Dachfonds Preises (hier war Hochkönig noch Vierter) packte nun mit jedem Meter besser an und war bald an der Seite des Derbysiegers. Dieser gab sich jedoch nie geschlagen und Vogt musste alles in die Waagschale werfen, um das Rennen für das Gestüt Ittlingen von Manfred Ostermann nach Hause zu bringen. Im Ziel hatte der favorisierte Fünfjährige eine dreiviertel Länge Vorteil auf den ein Jahr jüngeren Hochkönig, der sich mit dieser Leistung vollends zurückmelden konnte. Eineinviertel Längen dahinter folgte Stall Helenas Wilko (Peter Schiergen/Bauyrzhan Murzabayev).

„Ich bin glücklich so ein Pferd zu haben, welches sich von Jahr zu Jahr steigert. Mega“, so Marcel Weiß nach dem Rennen. „300 Meter vor dem Ziel ist die Lücke aufgegangen, wenn sie nicht aufgeht, dann haben wir vielleicht Pech.“ Vogt hatte kurz nach dem Rennen gesagt: „Ich wusste, wenn die Lücke aufgeht, dass er dann auch durchgeht.“

Mit diesem Ergebnis war es am Ende ein voller Erfolg für die Mülheimer Trainingszentrale, denn auch Hochkönig wird auf dem Raffelberg trainiert. Mit diesem Sieg setzte sich aber auch die Serie von Marcel Weiß und seinem neuen Stalljockey Sibylle Vogt fort. Es war bereits ihr vierter gemeinsamer Gruppesieg in diesem Jahr, dazu kommen noch zwei gemeinsame Listen-Treffer.

Für das Gestüt von Manfred Ostermann, der mit dem am Freitag zum Nichtstarter erklärten Lordano sogar noch einen zweiten Starter für das Highlight des Frühjahrs-Meetings eingeplant hatte, war es der schon dritte Gruppesieg in diesem Jahr. Zweimal Alleno, einmal Lordano. Ostermann kann den weiteren Grand Prix-Rennen in diesem Jahr zuversichtlich entgegenblicken.

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