Mit 10 Längen – München-Sieger Bay City Roller gewinnt Coronation Cup

80 Minuten vor dem Epsom Derby stand mit dem Coronation Cup auf den Epsom Downs bereits eine Gruppe 1-Prüfung auf dem Programm. In dem mit einer Million Pfund dotierten 2400 Meter-Rennen stand mit dem für die Aga Khan Studs laufenden Calandagan ein absoluter Weltstar an.

Der Gleneagles-Sohn aus dem Stall von Trainer Francis-Henri Graffard hatte mit den Champion Stakes in Ascot, dem Japan Cup in Tokio, und dem Dubai Sheema Classic in Meydan zuletzt drei der größten Rennen der Welt gewonnen, und so ging er unter seinem ständigen Reiter Mickael Barzalona auch als Favorit in das von sechs Pferden bestrittene Highlight.

Allerdings war die Quote von 2,2:1 schon recht hoch, denn der Boden war nach starken Regenfällen in Epsom überhaupt nicht mehr passend für den Klasse-Wallach. Und letztlich brach der Frankreich-Star auch ein, landete im Feld von sechs Pferden nur auf dem enttäuschenden vierten Platz.

Im Gegensatz zu Calandagan fühlte sich Bay City Roller, der Crack von Trainer George Scott auf dem durchlässigen Boden pudelwohl. In der Zielgeraden weit außen galoppierend, ging der New Bay-Sohn, der im vergangenen Jahre den Großen Preis von Bayern gewonnen hatte, als 9,5:1-Chance unter Oisin Murphy auf und davon. Im Ziel hatte er einen Vorsprung von zehn (!) Längen vor Aidan O’Briens Jan Brueghel (Ryan Moore), hinter dem dessen Trainingsgefährte Lambourn (Wayne Lordan) weit zurück Platz drei belegte.

Calandagan-Trainer Francis-Henri Graffard: „Ich hatte sehr mit mir gezweifelt, ob ich ihn laufen lassen sollte. Heute morgen bin ich die Bahn abgegangen, da ging es noch. Aber bei dem Regen heute vor dem Rennen, während des Rennens hat sich der Zustand des Bodens einfach nochmal sehr verschlechtert. Es waren einfach unglückliche Bedingungen und dann diese spezielle Bahn. Das waren heute nicht die Umstände, die er mag.“

„Er hat unendlich Stamina und das waren heute genau die Bedingungen, die er mag. Das war sein Boden, da kann er die besten Pferde schlagen, wie wir heute gesehen haben. Mal schauen, wie es mit ihm weitergeht, aber natürlich sollte der Arc sein Rennen sein, da ist der Boden oft genug genauso wie heute. Das ist unser Ziel dieses Jahr“, so George Scott nach dem Rennen.

 

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