Nach seinem Sieg im Sauren Dachfonds-Preis am vergangenen Freitag in Köln ist Gestüt Ittlingens Alleno die neue Nummer 1 der deutschen Rennpferde. Er bekam eine neue Karrierebestmarke von 98 Kilo.
Chefhandicapper Harald Siemen begründet die Marke in seinem Blog bei Deutscher Galopp ausführlich und ordnet das Laufen auch historisch ein.
Siemen schreibt: „In der Siegerliste des Sauren Dachfonds-Preises sowie seiner Vorgänger, dem Carl Jaspers-Preis und dem Gerling-Preis, stehen bedeutende Namen der deutschen Turfgeschichte. Darunter fünf Doppelsieger: Monsun, Acatenango, Orofino, Lombard und Niederländer – Ikonen des deutschen Rennsports. Seit vorigen Freitag gehört mit Alleno ein sechstes Pferd zu diesem erlesenen Kreis. Bis zur Berühmtheit seiner Vorgänger ist noch ein weiter Weg, doch der Anfang ist schon einmal gemacht. Mit verblüffender Leichtigkeit ließ der Hengst seine Gegner hinter sich, erreichte fast fünf Längen vor Wintertraum, Zuckerhut und Hochkönig das Ziel. Das brachte ihm eine neue Bestmarke von 98 kg (Rating 116) ein, was ihn erst einmal an die Spitze aller deutschen Rennpferde bringt. Von großen Leistungen deutscher Galopper sind wir in letzter Zeit ja nicht gerade verwöhnt worden. Fantastic Moon und Straight waren vor zwei Jahren die Letzten, die Handicapmarken in dieser Höhe erreichten, Fantastic Moon kam sogar auf 100 kg.“
Zu Allenos Karriere sagt der Chefhandicapper: „Alleno hat vorerst, im Alter von fünf Jahren, den Höhepunkt seiner Form erreicht. Dabei war er schon ein guter Dreijähriger, gewann gleich bei seinem Lebensdebüt in Hoppegarten und war danach Zweiter im Bavarian Classic und im Union-Rennen. Im Derby kam er hinter Palladium, Borna und Augustus auf den vierten Platz, fiel aber in der zweiten Jahreshälfte in ein Loch und verlor seine Form. Im vorigen Jahr fand er sie wieder, gewann den Gerling-Preis (gegen Lordano) und wurde bei drei weiteren Starts Zweiter im Gran Premio del Jockey Club in Mailand sowie jeweils Vierter im Großen Preis von Baden und Preis von Europa, was ihm eine Marke von 96 kg einbrachte. Diese hat er nun deutlich übertroffen und die Aufgabe ist jetzt, diese Leistung zu bestätigen oder sogar noch zu steigern. Die nächste Gelegenheit dazu bietet sich am 7. Juni in Baden-Baden.“











