Die Sperre von Jockey Jozef Bojko angesichts des Vorwurfs der Nichtwahrnehmung der Gewinnaussichten mit dem Pferd Iliano am 14. September 2025 in Leipzig ist deutlich reduziert worden.
Bojko war gegen eine Entscheidung des Ordnungsausschusses vom 7. Januar 2026 in Berufung gegangen, bei der ihm eine Sperre von 11 Tagen (zwei davon durch einen vorläufigen Lizenzentzug schon verbüßt) aufgebrummt worden war. Aus den zusätzlichen neun Tagen machte das Renngericht nun drei, so dass die Gesamtstrafe für Bojko wegen des Vorwurfs bei fünf Tagen liegt. Die Kosten des gesamten Verfahrens werden zu 50 Prozent vom Beschuldigten, zu 50 Prozent von Deutscher Galopp getragen. Die Entscheidung des Ordnungsausschusses sah vor, dass Bojko alle Kosten trägt.
Vorsitzender des Renngerichts war Frank Heckenbücker, als Beisitzer fungierten Uwe Ostmann, Horst Greis, Gabi Rühl und Reinhold Wolfermann. Bojko wurde auch vom Renngericht eine fahrlässige Nichtwahrnehmung der Gewinnaussichten zur Last gelegt, im wesentlichen resultierend aus einem Reiterfehler, wie man es in der Verhandlung nannte, zu Beginn des Rennens. Da habe Bojko es vermieden, das Pferd ans Feld heranzuführen, was dann in der Folge die Verhaltensweisen von Iliano wie ein zur Seite hängen und einen Drang in Richtung Hecke befördert habe.
Die Verteidigung hatte in der Verhandlung einen Freispruch gefordert, Gottfried Reims als Vorsitzender des Kontrollausschusses von Deutscher Galopp hatte fünf Tage (einschließlich der schon verbüßten zwei Tage) gefordert – und damit auch weniger als die Ordnungsausschuss-Entscheidung. Dies vor dem Hintergrund, dass Bojko eingeräumt habe in einer schriftlichen Stellungnahme, die in der Verhandlung nun auch verlesen wurde, dass er verstehe, dass sein Ritt Fragen aufgeworfen habe. Gleichwohl blieb Bojko bei exakt den gleichen Erläuterungen zu dem Ritt wie in den vorherigen Instanzen.











