Manche Galopp-Geschichten klingen fast zu schön, um wahr zu sein, doch bei der diesjährigen Arqana Breeze-Up Sale in Deauville wurde wieder mal eine Realität. Im Rampenlicht stand eine zweijährige Stute, deren Mutter Porthilly einst auf der Parkbahn in Berlin-Hoppegarten für Furore sorgte, als sie den dortigen Fliegerpreis auf Listenebene gewann.
Die Schnelligkeit der Pivotal-Tochter, die zudem zweifach Gruppe-platziert war, scheint sich nun in Gold zu verwandeln: Ihre Tochter von Sioux Nation avancierte am Wochenende zum absoluten Top-Lot der Auktion und wechselte für die Summe von 1,1 Millionen Euro den Besitzer.
Für das Team der irischen Glending Stables rund um Cormac O’Flynn und Roderic Kavanagh ist dieser Erfolg ein echtes Déjà-vu mit Ansage. Erst im vergangenen Jahr hatten sie eine Sioux Nation-Tochter (die spätere Gruppe II-Siegerin Zanthos) für eine glatte Million Euro verkauft.
Das diesjährige „Update“ ist jedoch fast noch beeindruckender, denn die Porthilly-Tochter war ein echtes Schnäppchen: Im vergangenen Herbst hatten die Iren sie bei Tattersalls für gerade einmal 98.000 Guineas (rund 115.000 Euro) entdeckt. Damit gelang ihnen das Kunststück, den Wert der Stute innerhalb weniger Monate fast zu verzehnfachen.
Den Zuschlag erhielt schließlich Star-Agent Anthony Stroud, der neben Trainer Simon Crisford stand und sich gegen die Online-Konkurrenz durchsetzte.
Nicht nur die Mutter der Mio-Stute, Porthilly, war eine gute Fliegerin, auch die Großmutter Ricine ist deutschen Turf-Fans durch ihren Sieg im Badener Sprint-Cup (Gruppe III) bestens in Erinnerung, die sie minimal gegen Alaska River gewinnen konnte.














