Deutscher Galopp hat am Dienstag einen Bericht der Kommission veröffentlicht, die über den Abbruch des Renntages nach dem dritten Rennen entschieden hat.
„Im dritten Rennen der Veranstaltung, dem Schwarzgold Rennen, hatten fünf der sechs Pferde im Schlussbogen Probleme, weil sie auf der vom Regenschauer feucht gewordenen Grasnarbe rutschten. Die Pferde machten durch das Rutschen Fehler, die sie jeweils noch abfangen und austarieren konnten.
Im Anschluss an das Rennen wurden die Reiter zum Zustand des Geläufs gehört, wobei sie berichteten, dass in den ersten beiden Rennen die Situation noch gangbar war, aber durch kurz vor dem dritten Rennen einsetzenden Regenschauer deutlich verschlechtert hatte. Insbesondere ausgangs der Gegenseite und in den Schlussbogen hinein sei die Bahn rutschig, was sich nach Sichtung des Rennfilms an dieser Stelle bestätigte. Daraufhin wurde beschlossen, dass das vierte Rennen (15 Pferde auf 1200m) an das Ende der Veranstaltung zu setzen, da sich durch erneut absehbaren Regen, mehrere Rennen über das Geläuf bis dahin und eine Aufnahme der Feuchtigkeit aus der Grasnarbe in den Boden der Zustand des potenziell rutschigen Geläufs womöglich verbessern dürfte.
Zu der Frage, ob sich durch die feuchte Grasnarbe ein zu hohes Risiko für die Durchführung des dann anstehenden fünften Rennens bot, wurde die Bahn durch eine Kommission nach 427 RO gebildet und der Schlussbogen in Augenschein genommen. Es war zu bei der Begehung festzustellen, dass Ende gegenüber bis in den Schlussbogen hinein der Untergrund trocken und die Grasnarbe feucht war, was dazu geführt hatte, dass die Pferde an dieser Stelle nicht in den Boden, sondern lediglich in die Grasnarbe greifen. Auch die Spuren an den Stellen, wo die Pferde in den vorherigen Rennen jeweils gerutscht sind, waren zu sehen. Nach Beratung kam für eine Absicherung des Schlussbogens ein großflächiges Besanden im erforderlichen Ausmaß kurzfristig nicht in Frage. Auch eine Aussteckung mit Stangen war aufgrund der Beschaffenheit der Bahn (insbesondere in den Schlussbogen hinein) nicht sinnvoll möglich, da auch die äußeren Spuren die zuvor beschriebene Situation aufwiesen und weitere Regenschauer anstanden, die die Situation potenziell zu verschärfen drohten, da ein schnelles Aufnehmen des Regens durch den Boden aus der Grasnarbe nicht gegeben war.
In Abwägung der möglichen Maßnahmen und der zu erwartenden Wetterentwicklung kam die Kommission zu dem Ergebnis, dass eine Durchführung der weiteren Rennen nicht ohne ein zu hohes Sicherheitsrisiko möglich war. Die Kommission entschied daher, dass der Renntag nach dem dritten Rennen abgebrochen werden musste.“












