Historisch: Cherie DeVaux siegt mit Golden Tempo als erste Frau im Kentucky Derby

Mit Cherie Devaux schreibt nun auch in den USA eine Trainerin Derby-Geschichte – in Deutschland gelang dies bereits Sarah Steinberg mit Fantastic Moon sowie Yasmin Almenräder mit Hochkönig. Nun gab es in 2026 auch in den USA den ersten Derby-Triumph für eine Trainerin. Golden Tempo siegte von letzter Stelle im Kentucky Derby unter Jose Ortiz.

„Ich habe eigentlich keine Worte“, sagte Trainerin Cherie DeVaux nach dem historischen Erfolg von Golden Tempo. „Ich bin einfach nur so, so glücklich.“ Sie lobte besonders Reiter Jose Ortiz für einen „meisterhaften Ritt“ und bedankte sich bei den Besitzern: „Danke an das Team von Phipps Stable & St Elias Stable, dass sie mir diese Chance gegeben haben.“ Auf ihre Rolle als erste Derby-Siegertrainerin angesprochen, meinte sie: „Ich bin froh, dass ich ein Beispiel für Frauen sein kann – wir können alles erreichen.“

Bei einer echten Höllenfahrt lag Golden Tempo im 18 Pferde-Feld lange weit zurück, war unheimlich viele Längen hinter dem Feld unterwegs. Doch schon im Schlussbogen machte Jose Ortiz mit dem Curlin-Sohn Boden gut. Die entscheidende Attacke hielt sich Ortiz allerdings bis zum letzten Moment auf und so war es dem 24,0:1-Außenseiter möglich den bereits wie den Sieger aussehenden Favoriten Renegade noch auf Platz zwei zu Verdrängen. In dessen Sattel saß mit Irad Ortiz jr. der Bruder des siegreichen Jockeys. „Ich habe mehr auf das Tempo geachtet. Es waren viele vorne, ich habe nur gehofft, dass sich auf der Zielgeraden alles öffnet“, erklärte die Siegtrainerin.

Jose Ortiz erfüllte sich mit dem Sieg einen Lebenstraum. Noch am Tag zuvor gewann er mit Always a Runner für Trainer Chad Brown auch die Kentucky Oaks. „Das ist das größte Rennen der Welt für mich. Es zu gewinnen, ist einfach etwas Besonderes“, sagte der sichtlich emotionale Jockey. Besonders bewegend: „Meine Eltern sind hier, ich wünschte nur, mein Großvater wäre auch da.“ Zum Duell mit Bruder Irad Ortiz Jr., der Zweiter wurde, meinte er: „Natürlich will ich, dass er das Derby auch gewinnt, aber heute war mein Tag.“ Den dritten Platz in einem historischen Derby belegte 71,0:1-Außenseiter Ocelli unter Tyler Gaffalione.

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