Seine Siegesserie begann am 27. November letzten Jahres. Damals gewann der von Adrien Paul Keatley trainierte Aisling Oscar sein erstes Rennen auf englischem Boden. Und die Geschichte, die der fünfjährige Rajasinghe-Sohn inzwischen geschrieben hat, ist in vielerlei Hinsicht eine ganz Besondere und in Gänze wahrscheinlich auch einzigartige.
Zu erst das Wichtigste: Seit jenem ersten Sieg Ende November – bewundernswert auch, dass Aisling Oscar nur drei Tage vorher erst gelaufen war – hat der Wallach inzwischen noch sieben weitere Male den Zielpfosten als erstes passiert. Bis zum Donnerstagabend hatte er dabei in England nur in Newcastle gewonnen, gestern dann zum ersten Mal in Southwell. Ebenfalls erstaunlich: Alle Rennen, die er gewann, waren Handicaps.
Und jetzt kommt das Beste: Der Seriensieger kostete seine neuen Besitzer im September nur 3.200 Guineas. Sehr gut investiertes Geld in ein Pferd, dass ganz nebenbei gestern auch einen uralten Rekord einstellte. Der von Reg Akehurst trainierte Ballynakelly war das letzte Pferd, das zwischen 1995 und 1996 acht Rennen in Folge gewann. Dieser benötigte dafür allerdings gut achteinhalb Monate, Aisling Oscar jetzt nur sagenhafte zwei Monate und neun Monate.
Zusätzlich zu seinem Preisgeld gewann der „Oscar“ im Dezember einen Bonus von 20.000 Pfund für das beste Allwetterpferd des Monats, einen Monat später teilte er sich 40.000 Pfund mit sieben weiteren Pferden. Für das Allwetterpferd des Jahres führt er die Statistik aktuell an. Der Finaltag ist der 3. April, im Erfolgsfall winken weitere 100.000 Pfund. So ist die Geschichte so schön, könnte aber so natürlich zu einer Riesenstory werden.













