Als achtes Rennen stand am Sonntag in Baden-Baden ein Altersgewichtsrennen für die Dreijährigen über 1400 Meter auf dem Programm. Favorisiert war der von Markus Klug trainierte Röttgener Kobold, doch der kam nach einem Rennen aus der Reserve nur als Vorletzter über die Linie.
Der Sieg ging dagegen in den Stall von Jean-Pierre Carvalho, als sich die im Besitz des Gestüts Etzean stehende Areion-Tochter Nandina als 9,9:1-Außenseiterin unter Rene Piechulek nach einem Rennen von der Spitze aus gegen den zweiten Röttgener im Rennen, Wellenbrecher (Markus Klug/Maxim Pecheur). Dritter wurde Spirit (Andreas Suborics/Martin Seidl). (zum Video)
„Wir wussten nicht genau, wo wir mit ihr stehen, denn sie hatte beim Debüt gewonnen, war dann aber Letzte in Frankreich. Wir schauen jetzt erst einmal, wie sie nach Hause kommt, und dann besprechen wir mit dem Trainer, wie es weitergeht“, so Marc Sonnenburg vom Gestüt Etzean über die Siegerin, die noch eine Nennung für die German 1.000 Guineas (zum Langzeitmarkt) hat. Ob sie dort läuft, ließ auch Trainer Jean-Pierre Carvalho noch offen.
„Düsseldorf ist eine wendige Bahn, das sollte sie können, aber 1600 Meter sind schon recht weit. Wir warten erst einmal ab. Ich denke, weicher Boden kommt ihr auch noch mehr entgegen. Sie zeigte im Training immer gute Leistungen. Beim Saisondebüt war das Classe 1-Rennen in Longchamp über wohl auch schon etwas weite 1600 Meter noch zu schwer. Wenn sie bei unserer aktuellen Stallform in Baden-Baden gewinnt, muss sie schon ein gutes Pferd sein“, so der Mülheimer Trainer nach dem Rennen.
„Der Trainer sagte schon, dass sie sehr fleißig ist und so bin ich vorne gegangen. Der Trainer hat sie super herausgebracht, und ich habe auch darum gebeten, sie noch einmal reiten zu dürfen“, so Siegjockey Rene Piechulek, der bereits im vergangenen Jahr beim Debütsieg der Etzeanerin in München im Sattel gesessen hatte.