Auch Song of Life wertet die Stutenmeile auf

Dieser Treffer hatte sich mal so richtig angedeutet. Das Hauptereignis des Düsseldorfer Renntags, der 34. Großer Sparkassenpreis – Preis der Stadtsparkasse Düsseldorf, ein Listenrennen über 1400 Meter, ging an die von Jean-Pierre Carvalho trainierte Song of Life.

Eben genau an jenes Pferd, dessen letzte Form gleich doppelt aufgewertet wurde. Denn zuletzt wurde die in den Farben von Guido Schmitt laufende Poet’s Voice-Tochter Zweite in der Hamburger Stutenmeile, jenes Rennen, das durch die folgende Gruppe I-Platzierung der Siegerin Half Light im Prix Rothschild und dem Gruppe III-Sieg der drittplatzierten Sanora im Fritz Henkel Stiftungs-Rennen mächtig aufgewertet wurde.

Somit startete Song of Life als einer der Mitfavoritinnen, zu einer allerdings immer noch erstaunlichen Quote von 4,9:1 in die 1400-Meter-Prüfung. Nach einem Start von weit außen war sie schnell im Vordertreffen auszumachen. Maxim Pecheur teilte sich das Rennen wie so oft von der Spitze aus ein und wieder einmal zeigte er, dass er das richtig gut beherrscht. Aus dem Schlussbogen heraus ging er mit der Stute nicht ganz nach innen. Dort tauchte dann die Godolphin-Stute Dathanna aus dem Stall von Henri-Alex Pantall auf.

Der Rest folgte weiter hinten, den Sieg machten die beiden Stuten vorne unter sich aus. Mit dem besseren Ende für die in Deutschland trainierte Starterin, die im Laufe der Gerade noch einmal beschleunigte und am Ende sogar sicher mit eindreiviertel Längen Vorsprung vor Dathanna gewann. Damit blieb auch das zweite Hauptereignis an diesem Wochenende trotz starker ausländischer Pferde im Land. (zum Video)

„Ich freue mich innerlich sehr über diesen Erfolg“, so der äußerlich wie gewohnt cool bleibende Trainer nach dem Rennen. „Großes Black Type war unser Ziel, das haben wir geschafft. Jetzt schauen wir mal, was wir noch abgekommen können. In Zukunft geht es eher wieder in Richtung der 1600 Meter, entweder läuft sie in Baden-Baden im Oettingen-Rennen, eine andere Option ist Italien“, so Carvalho zu den weiteren Plänen mit der jetzt bereits elffachen Siegerin, der Besitzer Guido Schmitt, einer der Köpfe der Wetten, dass…?!?-Aktion, im Februar für 23.200 Euro aus einem Verkaufsrennen in Chantilly erwarb.

Freuen kann sich auch die Familie Minarik über den Listenerfolg von Schmitt. Denn der hatte angekündigt, für jeden Sieg eines Pferdes aus seinem Besitz 1.000 Euro für Filip Minarik zu spenden, der sich nach seinem schweren Sturz immer noch in ärtztlicher Behandlung befindet.

Best of the Rest wurde Celestissime (Fabrice Chappet/Fabrice Veron).

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