Es sind die großen Siege, die das Leben eines Sportlers bestimmen. Aber auch Niederlagen prägen Karrieren und in manchen Fällen hat man einfach nur Pech. Das ist auch im Rennsport nicht anders und so haben wir auch in diesem Jahr im Rahmen der Online Awards den Pechvogel des Jahres gesucht.
Der Ausgang dieser Kategorie war zwar nicht ganz so deutlich, wie etwa beim „Handicapper des Jahres“, aber dennoch recht klar. Mit exakt 34 Prozent ist Rennreiterin Sibylle Vogt ihr „Pechvogel des Jahres“. Die Geschichte begann am 28. April in Krefeld. Es war der Tag des Dr. Busch Memorials, einer wichtigen Derby-Vorprüfung. Die Schweizer Amazone erhielt den Ritt auf dem von Carmen Bocskai trainierten Ravensberger Winterfuchs. Ein großer Vertrauensbeweis von Seiten der Trainerin, aber natürlich auch der Besitzer. Aber man lag mit dieser Entscheidung goldrichtig. Vogt, die den Campanologist-Sohn aus der täglichen Arbeit in Iffezheim bestens kennt, steuerte den Hengst in der 1700 Meter-Prüfung zum Erfolg über Moonlight Man und King.
Und Winterfuchs, der schon zweijährig mächtig Eindruck hinterlassen konnte, stieg zu einem der Favoriten auf das IDEE 150. Deutsche Derby auf. Schon unmittelbar nach der Siegerehrung ließ man verlauten, dass Vogt auch im Blauen Band und zuvor in der Union die Partnerin des Ravensbergers sein wird. Sie stand damit vor ihrem zweiten Auftritt im Derby und nachdem sie bei ihrer Premiere auf Sternkranz einen Außenseiter ritt, würde sie mit Winterfuchs zum Kreis der gemeinten Pferde zählen. In der Kölner Derby-Vorprüfung wurden Winterfuchs und Vogt dann noch Dritter. Dann die Hiobsbotschaft: Winterfuchs verletzte sich in der Vorbereitung auf das wichtigste Rennen des Jahres. Ein Risiko wollte man mit dem Hengst nicht eingehen und so ließ man das Derby vernünftigerweise aus. Dennoch eine zweifelsohne bittere Pille für alle Beteiligten.
Später im Jahr kam Winterfuchs dann zurück, lief noch zweimal Mal. Bei seinem sechsten Platz im Prix du Conseil du Paris saß auch wieder Sibylle Vogt im Sattel.













