Bei den olympischen Spielen spricht man immer vom undankbaren vierten Platz. Da es im Rennsport meistens nichts für die ersten Drei aufs Siegerpodest geht, passt die Aussage eigentlich nicht. Heute im französischen Pau kann man den Auftritt von Michaela Fausts Zuckerberg aber durchaus als unglücklich bezeichnen.
Denn der von David Cottin trainierte Kamsin-Sohn – am Ende wurde er Vierter – wirkte im zur Listenklasse zählenden und mit 60.000 Euro dotierten Prix Hotel Mercure Pau Palais des Sports lange auch für mehr gefährlich. Auf der 3500 Meter-Strecke – 13 Sprünge über Hürden waren zu bewältigen – war der Ex-Deutsche eigentlich immer im Vordertreffen zu sehen und schien in die Gerade einbiegend durchaus für Platz zwei in Frage zu kommen. Einzig sein Stallgefährte Caroubier (3,3), der Start-Ziel eine Nummer zu groß für seine Gegner war und immer leicht vor dem Feld galoppierte, wirkte zu diesem Zeitpunkt schon fast wie der sichere Sieger.
Von Charlotte Prichard innen eingesetzt, hielt Zuckerberg lange dagegen, bis ihm kurz vor der Linie dann doch ein bisschen die Kräfte ausgingen, er mit den letzten Galoppsprüngen doch noch zwei Gegner knapp vorbeilassen musste. Der ehemalige Grewe-Schützling zeigte, heute zum ersten Mal auf Black Type-Level unterwegs, trotzdem eine starke Leistung, auf die sich sicher aufbauen lässt. Am Toto notierte der „deutsche“ Gast bei 12,0:1, hatte das Rennen somit als zweitlängster Außenseiter aufgenommen. Für Rang vier gab es noch ein Preisgeld von 5.700 Euro.













