Umsatzsteuer: Aufruf von Züchterin Christiane Otto

Die Wuppertaler Züchterin und Besitzerin Dr. Dr. Christiane Otto hat sich in einem Leserbrief in der Sport-Welt in Sachen der Behandlung der Umsatzsteuer durch die Finanzbehörden an deutsche Züchter gewandt. Dies mit dem Ziel, eine bundesland-übergreifende Rechtssicherheit zu erreichen. Sie schreibt:

„Vollblutzüchter in Deutschland, die zur Umsatzsteuer optiert haben, werden in letzter Zeit von den Finanzämtern basierend auf neuen, teilweise noch nicht rechtskräftigen Urteilen, um den Vorsteuerabzug gebracht. Es kommt auch vor, dass abgezogene Vorsteuern für Zeiträume von bis zu 5 Jahren rückwirkend von den Züchtern zurückgefordert werden. Hierbei handelt es sich gerade aus der Perspektive der kleinen Züchter um bemerkenswerte Summen. Es ist davon auszugehen, dass sich dieser Trend in den nächsten Jahren verschärfen wird.

Das Direktorium für Vollblutzucht und Rennen führt derzeit -dankenswerterweise unterstützt von einem vollblutaffinen, ehemaligen BFH Richter – mit den Finanzministerien der einzelnen Bundesländer Gespräche, um eine Regelung der Altfälle aber auch eine Regelung für die Zukunft beim Bundesfinanzministerium (BMF) zu erwirken. Um Ende Januar in Berlin die nötige Durchschlagskraft beim BMF zu entwickeln, ist es wichtig, dass sich betroffene Züchter aus möglichst allen Bundesländern melden.

Da die Zeit sehr drängt, möchte ich Sie hiermit bitten, sich bei mir möglichst bis zum 25. Januar 2020 zu melden, wenn Ihnen der Vorsteuerabzug plötzlich verwehrt wurde oder Sie sogar über mehrere Jahre erstattete Vorsteuerbeträge zurücküberweisen müssen (bitte das Bundesland des für Sie zuständigen Finanzamtes angeben). Auch Fälle, die sich im Einspruchsverfahren befinden oder Züchter, bei denen eine Umsatzsteuernachschau angekündigt wurde, sind hier angesprochen. Ich bin als langjährige Vollblutzüchterin selbst betroffen und werde Ihren Fall vertraulich an den Steuerrechtsexperten, der derzeit mit dem DVR die Länderfinanzministerien besucht, weiterleiten. Sollten Sie selbst nicht betroffen sein, aber Züchter kennen, die mit diesem Problem konfrontiert sind bzw. waren, setzen Sie diese bitte über diesen Aufruf in Kenntnis.“

Jan Antony Vogel, Geschäftsführender Vorstand im Direktorium, unterstützt die Initiative: „Je mehr konkrete Fälle wir haben, umso besser können wir argumentieren“, so Vogel, der auch den anstehenden Termin beim Bundesfinanzministerium bestätigt. „Nach zahlreichen Gesprächen auf Ebene der Länder wird das der nächste Schritt sein.“

Dr. Dr. Christiane Otto bittet um Kontaktaufnahme unter 0172/8890688.

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