Am Sonntag soll in Neuss der letzte Renntag dieses Jahres und auch der nach Willen der Politik letzte Renntag überhaupt stattfinden, mit einem geplanten Streetfood-Markt.
Unter welchen Vorzeichen dieser Renntag stattfinden wird, ist noch offen. Fakt ist: es wird in dieser Woche eine außerordentliche Mitgliederversammlung des Neusser Reiter- und Rennvereins geben. Ergebnis: offen.
Der Verein steht aktuell im Zentrum der Kritik, vor allem von Seiten der Politik. Trainer Axel Kleinkorres sagt in der Neuss Grevenbroicher Zeitung (NGZ): „Die Abneigung der Politiker richtet sich doch in erster Linie gegen den Neusser Rennverein. Dann könnte doch ein anderer Veranstalter mit entsprechenden Sicherheiten einspringen. Zumindest für die ersten vier Termine im nächsten Jahr.“
Die Gesamt-Gemengelage ist dabei durchaus kompliziert und so langsam kristallisieren sich erste Alternativ-Konstellationen heraus. Dass Dortmund im Prinzip übernehmen könnte, hat der dortige Rennvereins-Präsident Andreas Tiedtke schon letzte Woche in der Sport-Welt verkündet.
Nun bringt die NGZ einen neuen Player ins Gedankenspiel: „Kleinkorres meint damit den vor zwei Jahren gegründeten Rennclub von Mülheim an der Ruhr, wo ein kreativer Vorstand die im Tiefschlaf liegende Bahn am Raffelberg nach der Insolvenz des alten Vereins wieder wachgeküsst hat. Der dort für die fünf Renntage tätige Manager Günther Gudert wird zudem seine Vollzeitstelle beim Düsseldorfer Rennverein am 31. Dezember beenden und stünde für Neuss zur Verfügung. Es wird aber auch damit gerechnet, dass der Galopper-Dachverband und die Besitzervereinigung den Verlust des Standortes Neuss nicht kampflos hinnehmen.“













