Günstig stehen die Vorzeichen auf den ersten Champion-Titel von Jockey Bauyrzhan Murzabayev. Denn die letzten sieben Renntage der Saison kann er mit einem Vorsprung von neun Siegen auf seinen einzigen Verfolger Maxim Pecheur angehen. Doch wer Pecheur kennt, der weiß, dass er erst aufgeben wird, wenn die Sache rechnerisch nicht mehr möglich ist. Am Buß- und Bettag geht der Kampf um die Jockeykrone in die nächste Runde. In Dresden werden am Mittwoch beide Reiter je achtmal in den Sattel steigen. (zum Tagesmarkt)
Nachfolgend haben wir alle Ritte mal etwas genauer unter die Lupe genommen und zumindest die Chancen, dass der Verfolger ein klein wenig aufschließen kann, stehen unserer Meinung nach gar nicht einmal so schlecht:
1.Rennen:
Murzabayev (M.) reitet Mrs Applebee von Roland Dzubasz. Die zweijährige Soldier Hollow-Tochter war schon einmal am Start, hatte mit der Entscheidung aber noch nichts zu tun. Natürlich kann sie sich verbessern, das muss sie aber auch, wenn sie um den Sieg mitmischen will. Pecheur (P.) reitet für seinen Arbeitgeber Markus Klug die Debütantin Snow. Als gut gezogenes Pferd wird sie sicher einigen Anhang finden.
Fazit: Vorteil Pecheur
2.Rennen:
M. sitzt auf dem tschechischen Gast Facts and Figures, der mit seinen Formen aus der Heimat aktuell schwer einzuschätzen ist. Sein Trainer besitzt aber zu Hause genügend Vergleichsmöglichkeiten für die deutschen Rennen, weswegen man ihn auf jeden Fall auf dem Sender haben muss. P. reitet den Glanz-Schützling Wynono, der schon gezeigt hat, dass er auch seine neue Marke kann. Nicht unmöglich, dass die beiden den Sieg unter sich ausmachen.
Fazit: Ausgeglichen
3.Rennen:
Beide Reiter schwingen sich für ihre Chefs in den Sattel von gut gezogenen Zweijährigen.
Fazit: Ausgeglichen
4.Rennen:
M. reitet Königsperle, P. steuert Ragazza um den Kurs. Beide sind zuletzt schon gegeneinander gelaufen. Die Nase vorne hatte dabei Ragazza.
Fazit: Vorteil Pecheur
5.Rennen:
M. sitzt mit Opinion Maker auf einem nur schwer einzuschätzenden Gast aus Tschechien. P. hat den Ritt auf dem Bahn- und Distanzsieger Big Panther bekommen, der nach zwei Platzierungen nun wieder zum Sieg steht.
Fazit: Vorteil Pecheur
6.Rennen:
M. sitzt mit Valanca auf einer interessanten Handicapdebütantin aus dem Dzubasz-Stall. P. hat sich für Power General entschieden, der zwar jetzt zweimal gut lief, vom Sieg aber immer weit entfernt war.
Fazit: Vorteil Murzabayev
7.Rennen:
Im Hauptrennen reitet M. mit Ormuz die vermeintlich zweite Farbe von Trainer Henk Grewe. P. sitzt auf dem Gruppesieger Nikkei. Hier sollte wieder der Jäger die besseren Karten haben.
Fazit: Vorteil Pecheur
Im achten Rennen (Murzabayev auf Antares) und im neunten (Pecheur auf So Super) treten beide nicht gegeneinander an, müssen sich aber jeweils einer elfköpfigen Konkurrenz stellen.












