Zum ersten Mal wurde in Köln am vergangenen Wochenende der Junioren-Preis ausgetragen. Man hatte das Zweijährigen-Rennen aus Düsseldorf übernommen und dafür das Winterkönigin-Trial (25.000 Euro), das in diesem Jahr unter dem Patronat von RaceBets steht, in die Landeshauptstadt von NRW abgegeben. Die Chancen, dass auch am neuen Austragungsort der Mann jubeln darf, der vor zwölf Monaten die Siegerin sattelte, stehen alles andere als schlecht. Markus Klug ist gemeint. Vor einem Jahr gewann er mit Rock my Love im Weidenpescher Park. Die Stute zeigte später als Siegerin im Preis der Winterkönigin, was das Trial wert sein kann.
Markus Klug wird am Sonntag zwei Röttgenerinnen satteln, wobei die Rock of Gibraltar-Tochter Sharoka die Wahl von Stalljockey Adrie de Vries ist. Die Stute wurde während der Großen Woche Vierte im von Quest the Moon gewonnenen Zukunftsrennen (Gr. III). Jetzt auf Listenebene sollte sich Sharoka ihren zweiten Karrieresieg schnappen können, auch wenn man natürlich weiß, dass Zweijährigen-Rennen immer auch „Wundertüten“ sein können. Die Pferde entwickeln sich schnell, mäßigen Debüts folgt nicht selten eine Leistungsexplosion. Dass Akribie, Klugs zweite Waffe, durchaus ein Wörtchen um den Sieg mitreden kann, ist wohl zu erwarten.
Doch die Röttgener Ladys laufen keineswegs alleine um den Sieg. So darf man schon davon ausgehen, dass sich Andreas Wöhlers Power Zone, die nach zwei zweiten Plätzen zuletzt zum verdienten Maidensieg kam, sich weiter steigern wird können. Die Lope de Vega-Tochter gilt im Ravensberger Quartier als Hoffnungsträgerin auf den Preis der Winterkönigin. Zwei Pferde wird Waldemar Hickst am Sonntag satteln. Interessant ist vor allem die Reiterverpflichtung von Darius Racings Apadanah. Raphael Schistl, der seinen letzten Deutschland-Ritt am 26. Mai 2016 absolvierte, wird sich in den Sattel der Holy Roman Emperor-Tochter schwingen. Apadanah wurde zuletzt nicht allzu weit geschlagene Vierte im Dortmunder Auktionsrennen. Eine starke Debütform, die die Hickst-Stute durchaus noch steigern sollte. Mit Gestüt Wittekindshofs Sweet Gold, der zweiten Hickst-Vertreterin in diesem Rennen, schielt man ebenfalls auf die Winterkönigin. Zwei Pferde hat auch Jens Hirschberger im Rennen. Die besseren Chancen besitzt wohl die im Besitz von Sergej Penner stehende, und bei ihrem Debüt in Mülheim siegreiche Axana, während Stall Lucky Owners Arcordia lediglich als längste Außenseiterin betrachtet wird. Ihre Debütform, ein achter Platz in Köln, muss die Sommerabend-Tochter schon deutlich steigern, um etwas Zählbares mitzunehmen.













