„Saarlandtag“ im hessischen Erbach

Sieben Jahre hatte sie auf ihren ersten Erfolg warten müssen, doch gleich drei Wochen später war nun schon Sieg Nummer zwei fällig. Und wieder war es Islington, der Steffi Britz erneut glücklich machte. Für Reiterin Kerstin Elsässer der dritte Sieg der Karriere, zwei Drittel davon gehen ebenfalls auf Konto des inzwischen bereits elfjährigen Wallachs, der gerade seinen zweiten (oder dritten…) Frühling erlebt.

Eines der besten Pferde, das Erbach je gesehen hat, ist zweifellos Rock Academy , der seiner klaren Favoritenrolle natürlich vollauf gerecht wurde und unter Selina Ehl nie in Gefahr kam. Die Siegquote von 15:10 und speziell auch 14:10 auf Platz waren ein Geschenk für die Wetter. Für den Schützling von Philipp Berg war dies nun bereits der vierte Sieg in Folge. Zudem konnte Berg seine absolut weiße Weste in Erbach damit weiterhin behalten: Die vier Starts siegten seine Pferde ebenso oft!

Den „Saarlandtag“ im hessischen Erbach machte Serko komplett, denn damit gingen die ersten drei der vier Galopprennen ins Saarländische. Der Zwölfjährige scheint im Odenwald überhaupt sehr gut zurecht zu kommen, hat er dort nun doch einen Schnitt von 1.5 vorzuweisen. Dies hat er vor allem einem Glanzritt von Larissa Bieß zu verdanken, die auf der letzten Gegenseite intelligent und platzsparendst innen durchschlüpfte und somit die Weichen Richtung Sieg stellte. 

Den einzig „nicht-saarländischen“ Sieg schnappte sich dann im letzten Rennen der Mannheimer Horst Rudolph mit Cazador, der vom Schweizer Miguel Lopez geritten wurde. Auf der schnellen und festen Bahn  wurde an diesem Tag von vorne gewonnen – wer im Schlussbogen an der Spitze war, blieb dann auch gleich da. So ließ Lopez den Wallach ordentlich treten und konnte sich früh schon klar absetzen, wobei Emiglia dahinter durch Eisenverlust entschuldigt ist.

Der Umsatz belief sich letztlich bei nur sechs Rennen – zweimal waren die Traber im Einsatz – und kleinen Feldern auf stolze 41.950 Euro. „Der stärkste Umsatz pro Rennen in der Geschichte des Odenwälder Rennvereins!“  freute sich Geschäftsführer Frank Reubold. Und dies trotz einer erneuten Hitzeschlacht in Erbach, wo ja stets am letzten Juli-Sonntag veranstaltet wird. Dennoch waren die Erbacher nach dem Ausfall vom  letzten Jahr so richtig „heiß“ auf ihre Rennen. Volle Hütte und prächtige Stimmung: Bereits beim Aufgalopp gab es Applaus, der dann in der ersten Runde auf den vollen Tribünen in frenetischen Jubel überging!

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