In diesem Jahr wird es kein Ostsee-Meeting in Bad Doberan geben. Innerhalb des Vorstandes des Doberaner Rennvereins war es am Montagabend anlässlich einer Vorstandssitzung zu unüberbrückbaren Differenzen gekommen.
„Ich war völlig überrascht“, so RV-Präsident Volker Schleusner am Mittwoch gegenüber GaloppOnline.de. „Alles war bereit, alle Rennen bezahlt, sogar die Ehrenpreise sind schon hier.“ Grund für das Zerwürfnis: Schleusner, der seit Februar 2017 an der Spitze des Vereins stand, wollte den Vorstand des Rennvereins umbauen. Harald Morgenstern und Carl Timm sollten die Führungsmannschaft verlassen. Nachfolger hatte Schleusner jedoch noch keine und auch eine Mitgliederversammlung, auf der der Ausschluss der beiden Präsidiumsmitglieder hätte beschlossen werden sollen, hätte erst in den kommenden Wochen stattfinden sollen. Komplettiert wurde der Vorstand durch Jürgen Nietz, der jedoch weiter machen sollte.
„Am Ende wurde ich am Montag mit drei zu eins Stimmen überstimmt und so gibt es schlicht und einfach keine Rennen in diesem Jahr“, sagte Schleusner weiter. „Ich habe hier in den letzten Jahren richtig viel eigenes Geld und Mühe reingesteckt.“ Für Schleuser selbst ist die Zeit seiner Präsidentschaft nach den jüngsten Ereignissen vorbei. „Ich mache hier jetzt Schluss.“ Ob er glaubt, dass es im nächsten Jahr Rennen in Doberan geben wird sagte er: „Einmal tot, immer tot.“












