Was für ein Herz! Windstoß fegt die Gegner weg

Pünktlich zum IDEE 148. Deutschen Derby (650.000 Euro) strahlte die Sonne über Hamburg-Horn, doch der Sonnenschein war am Ende nichts gegen die strahlenden Gesichter des Teams um den Röttgener Windstoß. Der Schützling von Markus Klug, der insgesamt sieben Pferde im Blauen Band hatte, gewann am Sonntag nach 2400 Meter das Gruppe I-Rennen der Rennen unter Maxim Pecheur gegen die von Peter Schiergen trainierten Enjoy Vijay und Rosenpurpur.

Für Maxim Pecheur war es erst der zweite Auftritt im Derby und dann gleich der große Wurf. Das ist nur eine von vielen Geschichten, die das diesjährige Derby schrieb. Dabei sprach am Sonntag schon vieles für das Asterblüte-Team, als Andrasch Starke auf dem Ittlinger Enjoy Vijay unterwegs fast unbemerkt Boden gut machte und wieder zeigte, dass mit ihm im Derby immer zu rechnen ist. In bester Ausgangsposition erreichte Starke auf seinem Partner die Horner Zielgerade. Doch dann trat in der Bahnmitte Windstoß (75:10), nach einen perfekten Rennverlauf, auf den Plan und dieser zeigte wieder, welch großes Herz er hat und dass er ein richtiger Kämpfer ist. Am Ende eines packenden Finishs gewann Windstoß mit einer Länge Vorteil vor Enjoy Vijay, der in der Niederlage zu gefallen wusste (Zum Video).

Aber was ist Windstoß für ein Pferd? Im Hannoveraner Derby-Trial vor vier Wochen stürzte der Shirocco-Sohn ganz übel, verletzte sich wie durch ein Wunder nur leicht, nur eine Woche später lief er dann in der „Union“ und wurde Zweiter hinter Colomano. Schon das war bemerkenswert. Jetzt der ganz große Erfolg für den Röttgener, der für den ersten Derby-Sieg der Heumarer Zuchtstätte seit 1959 sorgte. Eine weitere ganz besondere Geschichte, die am Sonntag in Horn verfasst wurde. Auf dem dritten Platz, eine dreiviertel Länge hinter Enjoy Vijay,  zeigte auch der Wittekindshofer Rosenpurpur unter Daniele Porcu eine formidable Leistung. Vierter wurde Shanjo (Markus Klug/Ioritz Mendizabal) vor Promise of Peace (Andreas Wöhler/Jozef Bojko). Der favorisierte Colomano (Markus Klug/Andreas Helfenbein) wurde angaloppiert und kam mit einem blutenden Huf zurück. Am Ende wurde der „Union“-Sieger 13. Eine Form, die so nicht stimmen kann, zeigte Andreas Wöhlers Warring States, der unter Eduardo Pedroza nur als 18 an den Pfosten kam.

Für Markus Klug war es nach Sea The Moon im Jahr 2014 der zweite Derby-Triumph, während nach dem ersten Sieg sein Kniefall auf dem Horner Geläuf in die Geschichte einging, wurde er in diesem Jahr von einem Stallangestellten schon im Absattelring zu Boden gerissen, eine Szene, die noch lange in Erinnerung bleiben wird – wie das gesamte Derby mit seinen einzigartigen Geschichten. In diesem Jahr wurden gegen die teilnehmenden Jockeys übrigens keine Strafen wegen übertriebenen Peitscheneinsatzes verhängt.

 

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