Die Blicke der deutschen Galopp-Fans richteten sich am Sonntag nicht nur nach Hannover, sondern auch nach Saint-Cloud, wo an diesem Sonntag zwei Gruppe I-Examen für den jüngsten Jahrgang entschieden wurden.
Im Criterium de Saint-Cloud (250.000 Euro) über 2000 Meter kam mit Andreas Wöhlers für Qatar Racing trainiertem Warring States auch ein Gast aus Deutschland den Start. Nicht Eduardo Pedroza, sondern Mickael Barzalona saß im Sattel des Victoire Pisa-Sohnes, der bei seinem Debüt in Hoppegarten gleich gewinnen konnte und nun einen echten Härtetest zu lösen bekam. Ein Test, der am Ende zu schwierig ausfiel.
Zwar hatte Warring States mit Beginn der Zielgeraden eine gute Lage und war dicht bei der Musik, doch als die Entscheidung anstand war der Gast aus Ravensberg schnell auf dem Rückzug. Am Ende sah er den Pfosten als Zehnter. Gewonnen wurde die Prüfung vom Ammerländer Waldgeist (47:10) aus dem Stall von Andre Fabre. Unter Pierre-Charles Boudot gewann der Galileo-Sohn (Mitbesitzer sind das Newsells Park Stud und Magnier) aus der Monsun-Stute Waldlerche gegen Best Solution und den 23:10-Favoriten Capri. Bereits im Prix de Conde war Waldgeist nur ganz knapp am ersten Gruppe-Treffer vorbeigeschrammt, als er Anfang Oktober in der Gruppe-III-Prüfung als Drittrer nur um einen „Hals-kurzer Kopf“ zurückfolgte.
„Für Warring States war das einfach noch zu viel des Guten, ihm fehlt noch die Routine und die äußere Startbox hat dabei jetzt auch nicht gerade geholfen. Mit ihm wird es nächstes Jahr weitergehen mit dem großen Ziel Deutsches Derby. Zum Jockeywechsel ist es übrigens gekommen weil Eddy Pedroza zuerst einem überbuchten Flug zum Opfer gefallen ist und er danach einen Anschlussflug nicht mehr bekommen konnte“, so Andreas Wöhler.












