Der Rechtsstreit um die Frankfurter Rennbahn geht in die nächste Runde und bekommt nach einem Beschluss des Oberlandgerichts eine völlig neue Dimension. Laut diesem Beschluss, der am Freitag offiziell verkündet wurde, ist der Frankfurter Rennklub Pächter und somit Besitzer des Geländes in Niederrad und nicht die Hippodrom GmbH.
Demnach kann der Rennklub auch nicht zur Räumung des Geländes gezwungen werden. Der Beschluss sieht ebenfalls vor, dass die Kommune die Tribüne nicht abreißen darf. Im Kampf um die Räumung verliert die Stadt, die das Gelände an den Deutschen Fußballbund (DFB) übergeben will, also weitere wertvolle Zeit, während bei den Verantwortlichen die Hoffnung auf die Rettung der Traditionsbahn weiter steigt. Die Frankfurer Rundschau schreibt von einer „schweren Niederlage der Stadt“.
„Kurioserweise wirft uns die Stadt nun vor, das wir als Pächter keine Rennen veranstaltet haben“, so Carl-Philip Graf zu Solms-Wildenfels, dem Vize-Präsidenten und Schatzmeister des Renn-Klubs. „Der Vorwurf, dass wir die Anlage besetzt haben, ist natürlich vom Tisch, denn wir sind Besitzer, also Pächter. Gekündigt wurde nur der Geschäftsbesorgungsvertrag mit der Hippodrom. Das ganze dauert jetzt noch Jahre, wenn man sich nicht an einen Tisch setzt“, so Carl-Philip Graf zu Solms-Wildenfels weiter und dann kommt der wohl wichtigste Satz. „Wir werden dieses Jahr noch Rennen veranstalten.“













