Viele Deutsche für das Arc-Wochenende

Am Mittwoch stand der Nennungsschluss für die zahlreichen Grupperennen an, die rund um den Prix de l’Arc de Triomphe am 1. und 2. Oktober in Chantilly stattfinden. Neben dem mit fünf Millionen Euro dotierten Monstre-Rennen kommen auf der Bahn am Schloss an diesem Wochenende weitere sechs Gruppe I-Rennen, vier Gruppe II-Rennen und zudem noch zwei Gruppe I-Rennen für die Arabischen Vollblüter zur Austragung. Wurden in den letzten Jahren sämtliche Gruppe I-Rennen am Arc-Tag gelaufen, so ergibt sich diesbezüglich in diesem Jahr eine Änderung. Denn der Prix du Cadran, der sonst als letztes Gruppe I-Rennen ausgetragen wurde, findet in diesem Jahr bereits am Samstag statt. Unter den 30 Pferden, die für das mit 300.000 Euro dotierte Steherrennen, das in diesem Jahr ausnahmsweise über 4100 Meter führt, genannt wurden, befindet sich mit Darius Racings Oleander-Rennen-Sieger Wasir auch eines aus einem deutschen Quartier. Der Wöhler-Schützling war gerade Dritter im American St. Leger. Sein Betreuer gewann den Prix du Cadran bereits 2013 mit dem Galileo-Sohn Altano.

Außer Wasir bekamen noch acht weitere in Deutschland trainierte Pferde eine Nennung für die Gruppe I-Rennen im Rahmenprogramm. Kandidat für den Prix Jean-Luc Lagardere, das mit 350.000 Euro dotierte 1600-Meter-Rennen für die Zweijährigen, ist ebenfalls ein Pferd aus dem Besitz von Darius Racing. Der Schimmel Farshad, überlegener Sieger des Kölner Auktionsrennens, kommt allerdings aus der Abteilung von Henk Grewe (Zum Video). Neben dem Kendargent-Sohn wurden noch 48 weitere Pferde für das auch als Grand Criterium bekannte Rennen eingeschrieben.

Deutsche Starter im Prix de l’Abbaye, dem 1000-Meter-Sprint, in dem es ebenfalls um 350.000 Euro geht, sind eher die Seltenheit. In diesem Jahr könnte es jedoch eine Ausnahme geben, denn mit dem von Jens Hirschberger vorbereiteten Auenqueller Daring Match und Mario Hofers Eskimo Point, der noch am 20. August ein 70.000-Euro-Handicap über einen Kilometer in Deauville gewann, findet man zwei Pferde im 46-köpfigen Aufgebot dieses Flieger-Krachers. Das Gruppe I-Rennen mit den meisten deutschen Nennungen an jenem Wochenende ist der Prix de l’Opera, die über 2000 Meter führende Stutenprüfung, die mit 400.000 Euro dotiert ist, und in diesem Jahr das Ziel der von Peter Schiergen trainierten Ammerländerin Royal Solitaire, Jens Hirschbergers Pagella und der Diana-Siegerin Serienholde aus dem Quartier von Andreas Wöhler sein könnte. Insgesamt 42 Nennungen wurden für das Stutenrennen abgegeben.

Gibt es im Prix Marcel Boussac, dem Meilenrennen für die zweijährigen Stuten, keine deutsche Kandidatin, so könnte der Prix de la Foret, in dem es 2007 mit Jens Hirschbergers Toylsome einen deutschen Sieger gab, das Ziel zweier hierzulande trainierter Pferde sein. Markus Münch hat seine Klassestute Spectre für das mit 300.000 Euro dotierte 1400-Meter-Rennen genannt. Doch auch Deutschlands bester Flieger, Jaber Abdullahs Shining Emerald aus dem Quartier von Andreas Wöhler, ist ein Kandidat für dieses Rennen, für das 54 Nennungen abgegeben wurden.

Auch für die Gruppe II-Rennen am ersten Tag des Arc-Wochenendes kommen deutsche Pferde in Betracht. Ito, Night Wish und Potemkin findet man im Aufgebot des Prix Dollar (2000 Meter, 200.000 Euro). Jean-Pierre Carvalhos Moonshiner wurde für den Prix Chaudenay (3000 Meter, 200.000 Euro) genannt. Noor Al Hawa aus dem Stall von Andreas Wöhler könnte den Prix Daniel Wildenstein (1600 Meter, 200.000 Euro) bestreiten, während für das mit 250.000 Euro am höchsten dotierte Gruppe II-Rennen des Meetings, den Prix de Royallieu für die Stuten (2400 Meter), Lennart Hammer-Hansens Gambissara und die von Andreas Löwe trainierte Forever Gold in Frage kommen.

 

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