Die Harzburger Rennwoche 2016 war ein voller Erfolg. Dennoch ist auch am Weißen Stein längst nicht alles eitel Sonnenschein, denn die noch ungesicherte Zukunft des Gestüts Harzburg mit seinen drei Deckhengsten Adlerflug, Kalatos und Amico Fritz beschäftigt die Verantwortlichen des Rennvereins um ihren Präsidenten Stephan Ahrens seit geraumer Zeit.
„Die Nord LB will ihre Anteile am Gestüt Harzburg verkaufen“, bestätigte Stephan Ahrens auf Nachfrage der „Sport-Welt“ die Gerüchte um den Rückzug des Bankhauses. So suchte man in den vergangenen Wochen nach anderen Mitteln und Wegen, das Traditionsgestüt zu retten. „Es wurde eine Interessensgemeinschaft gebildet“, so Ahrens. „Private Investoren sind bereit, Summen in den Erhalt des Gestüts zu investieren. Die Stadt Bad Harzburg steht dabei voll hinter uns.“ Am Freitag wird man dem Finanzministerium ein Konzept vorlegen. „Mal sehen, was dabei rauskommt. Das ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht zu sagen“, sagte Ahrens, der klarmacht, dass es nicht nur um den Erhalt des Gestüts, sondern auch um den Verbleib Adlerflugs geht. Damit entkräftet Stephan Ahrens auch aufkommende Gerüchte, Adlerflug soll auf den Fährhof wechseln.
„Es ist unabdingbar, dass Adlerflug bleibt. Wir werden alles versuchen und kämpfen. Es geht auch darum, eine 604 Jahre alte Pferdezucht-Tradition zu bewahren.“ Untrennbar verbunden ist das Gestüt aber auch mit der Harzburger Rennwoche. Für die Unterbringung der Pferde während des Meetings sind die 200 Boxen, die auf dem Gestüt zur Verfügung stehen, überlebenswichtig. Ein Wegfall des Gestüts wäre ein nicht zu kompensierender Verlust für den Rennverein. Eine Durchführung der Rennwoche nahezu unmöglich, die Einbußen für den Tourismus in der Region enorm.












