Picknicken im Naturschutzgebiet. Was für „Normalos“ vom Ordnungsamt oft mit Bußgeldern geahndet wird, ist für ein Staatsoberhaupt überhaupt kein Problem. Besonders nicht, wenn es sich beim Picknicker um Scheich Mohammed Al Maktoum handelt.
Der Herrscher aus Dubai ist mit seinem Godolphin-Imperium einer der Big-Player im internationalen Rennsport-Zirkus und hatte sich vor rund zwei Wochen in einen gesperrten Bereich an den Krickenbecker Seen (Nettetal) zu einem Picknick unter Zelten niedergelassen. Alleine diese Tatsache sorgte für Kritik, denn das Picknick, an dem 25 Personen teilnahmen, fand bei 32 Grad statt, es wurde bei offenem Feuer auf trockenem Boden gegrillt. Doch einem Scheich verwehrt man keinen Wunsch.Doch es gibt noch einen weiteren Kritikpunkt.
Wie die „Rheinische Post“ nun berichtet wurde das Picknick von Flüchtlingen vorbereitet, die für diese Aufgabe nicht bezahlt wurden. Die Eventagentur, die Scheich Mohammed beauftragt hatte, hatte nicht genügend Mitarbeiter und so wendete man sich an die niederrheinische Kommune mit der Bitte um Hilfe. „Wenn wir in einer Notlage helfen können, machen wir das“, sagt Nettetals Erster Beigeordneter, Armin Schönfelder der „RP“. Bei der Stadt entstand die Idee Flüchtlinge aus einer Notunterkunft auf freiwilliger Basis als Helfer zu rekrutieren. „Denn wir wissen von unseren ehrenamtlichen Kräften in den Unterkünften, dass viele der Bewohner dankbar sind für eine Möglichkeit, sich zu betätigen. Viele von ihnen langweilen sich und freuen sich über einen Tapetenwechsel“, erklärt Schönfelder in der „RP“ weiter. Ob Scheich Mohammed den Helfen aus seiner Privatschatulle ein paar Euros zugesteckt hat, ist nicht bekannt. Geld hätte er jedenfalls genug.












