Solow ist wieder nicht zu schlagen

Die Sussex Stakes über die Meile sind das Herzstück des Glorious Goodwood Festivals. Seit das Fünftages-Event von Qatar gesponsort wird, ist die Gruppe-I-Prüfung mit einer satten Million Pfund dotiert. Es bezieht seinen Reiz und seine Wichtigkeit aus dem Umstand, dass es die erste Prüfung in der Saison ist, in der die Guineas-Generation auf die älteren Meiler trifft.

Das im Vorfeld ersehnte Duell zwischen Aidan O` Briens zweifachem Guineas-Sieger Gleneagles und Freddy Heads in diesem Jahr zum dreifachen Gruppe-I-Sieger aufgestiegenen Solow hatte der irische Startrainer am Montag wegen Bodenbedenken storniert, so dass der für Wertheimer trainierte Singspiel-Sohn als 14:10-Chance in die Prüfung ging und dieser Position auch gerecht wurde. Auch wenn er am Ende etwas mehr arbeiten musste, als vorher vermutet wurde. Denn Peter Chapple-Hyams Arod unter Andrea Atzeni, der eine mäßige Pace gesetzt hatte, hielt bis ins Ziel dagegen, so dass Solow unter Maxime Guyon nur mit einer halben Länge Vorsprung siegte. Dritter – zweieinviertel Länge dahinter – wurde überraschenderweise  Gabrial. Von Godolphins Gruppe-I-Siegern, Richard Hannons Night Of Thunder unter James Doyle und Roger Varians Belardo unter William Buick, war im Endkampf nichts zu sehen (Zum Video). Freddy Head, erster französischer Trainer seit 1993, der die Sussex Stakes über den Kanal entführte, zeigte sich nach dem Rennen der Sport-Welt gegenüber von seinem Schützling begeistert:

„Ich hatte auf der Zielgeraden nicht immer den Eindruck, dass er gewinnen würde. Arod hat stark dagegengehalten. Aber er hat mittlerweile eine solche Routine. Maxime sagte, er habe immer gewusst, dass er siegen würde. Es war ein langsames Tempo, da reißt das Feld dann nicht so weit auseinander, er hat heute einmal mehr eine souveräne Arbeitsleistung abgeliefert. Vielleicht war er sogar ein bisschen faul. Er hat sich an das Gewinnen gewöhnt. Er bekommt jetzt eine Pause bis Mitte Oktober zu den Queen Elizabeth II Stakes am Champions Day von Ascot. Da darf der Boden dann ruhig ganz weich sein. Das wird es dann wohl für diese Saison gewesen sein. Er ist Wallach, wir werden noch viel Spaß mit ihm haben. Irgendwann muss seine Siegesserie ja mal reißen, aber ich hoffe möglichst spät.“
 

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