Nachdem am Pfingstsonntag auf dem Curragh mit Aidan O’Briens Giovanni Canaletto bei seiner Niederlage in den Gallinule Stakes (Gr.III) über 2150 gegen den Galileo-Sohn Curvy, der aber eine Derbychance des Coolmore-Teams Tabor/Magnier/Smith aus dem Quartier von David Wachman ist, eine weitere Derbyhoffnung des irischen Meistertrainers untergegeangen ist, haben die englischen Buchmacher reagiert. Außer den Trial-Siegern Hans Holbein (Montjeu) und Kilimanjaro (High Chaparral) befindet sich aktuell keine O’Brien-Munition mehr unter den Pferden im Wettmarkt mit nennenswerten Kursen für das Investec Epsom Derby.
Noch im April befanden sich sechs Dreijährige aus O‘Briens Ballydoyle-Quartier und den acht Pferden im Wettmarkt, die am Kürzesten notierten. Doch Sir Isaac Newton, John F Kennedy oder Ol‘ Man River haben allesamt nicht nur bei ihren Saison-Comebacks gefloppt.
Jetzt scheint der irische Meistertrainer tatsächlich improvisieren zu müssen. „Found scheint an weiteren Wegen Geschmack zu finden, aber ob das in Epsom in den Oaks oder im Derby sein wird, ich weiß es nicht“, sagte O’Brien nach dem zweiten Platz der Galileo-Tochter in den Irischen 1000 Guineas, als sie immer stärker wurde je weiter das Rennen ging. „Alles ist möglich! Ich würde gerne in Ascot in den St James’s Palace Stakes als nächstes laufen, aber er ist noch im Derby, wir müssen abwarten und schauen, was wir machen. Es hängt alles noch in der Luft, es wird im Moment definitiv keine Entscheidung hinsichtlich des Derbys geben“ sagt O’Brien weiter über seinen doppelten klassischen Sieger Gleneagles und wirkte dabei fast ein wenig ratlos.
„Giovanni Canaletto ist anständig gelaufen, aber hat sich noch sehr babyhaft benommen, das war Ryans Gefühl, genauso unreif wie bei seinem Maidensieg im vergangenen Jahr.“












