Es war ohnehin ein schweres Unterfangen für Gestüt Winterhauchs Lucky Lion, am Ostermontag in der Höhle des Löwen im renommierten Prix d’Harcourt (Gr.II) über 2000 Meter mit Höchstgewicht von 59 Kilo gegen gestandene internationale Gruppe I-Pferde anzutreten.
Doch die Art und Weise, wie der vierjährige High Chaparral-Sohn aus dem Stall von Andreas Löwe unterging und den Pfosten als weit geschlagener Letzter passierte, das musste schon überraschen und war räselhaft schwach.
Unterwegs von seinem Reiter Ioritz Mendizabal im Vordertreffen an vierter, fünfter Position geritten, machte Lucky Lion bis in den Einlauf einen starken Eindruck. Als es dann aber zur Sache ging hoffte man vergeblich, dass der letztjährige Gruppe I-Sieger seinen gewohnten Turbo zündet.
Während sich der 32:10 Favorit der Prüfung, Al Kazeem, der genau den klasse Eindruck hinterließ, den sein Betreuer Roger Charlton bereits am Morgen vor dem Rennen über ihn geäußert hatte (s.Text int.News), war Lucky Lion auf einen Ruck geschlagen und sofort auf dem Rückzug.
Der Sieger Al Kazeem blieb bis zum Pfosten ungefährdet und sollte in diesem Jahr eine starkeTrumpfkarte für seinen Betreuer in den wichtigen Gruppe I-Aufgaben über 2000 Meter sein. Hinter dem siebenjährigen Dubawi-Sohn, der im vergangenen Jahr seine Beschäler-Karriere auf Grund von Befruchtungs-Problemen sofort wieder beenden musste, stritten sich die großen Außenseiter Affaire Solitaire und Fate um das beste Platzgeld, für das Affaire Solitaire knapp das bessere Ende hatte. Vierter wurde der Mitfavorit Norse King.
Das zweite Hauptereignis des Tages war der Prix la Force (Gr.III) für den Derbyjahrgang, in dem Critique Head-Maareks Epicuris aus dem Besitz von Khalid Abdullah im Mittelpunkt des Interesses stand, doch der 17:10 Favorit unterlag etwas überraschend dem Silver Frost-Sohn Silverwave.












