Samstag in Iffezheim steht im Zeichen der Klassik-Trials

Der Samstag in Iffezheim – es ist der Tag der wichtigen Klassik-Trials. Geprobt wird für das IDEE Deutsche Derby und für den Henkel-Preis der Diana. Beide Male auf Listen-Parkett. Die Form von Andreas Löwe ist in dieser Saison außergewöhnlich. Mit Sirius sattelt der Kölner Altmeister ein weiteres „Talking Horse“ im mit 35.000 Euro dotierten Derby-Trial über 2200 Meter. (Zum Langzeitmarkt)

Der Dashing Blade-Bruder zum letztjährigen Leger-Zweiten Saratino zeigte bei seinem Debüt Mitte April als Fünfter zum aktuellen Derby-Mitfavoriten Swacadelic noch deutliche Unreife. Bei seinem folgenden Start sah dies schon ganz anders aus, denn er gewann leicht und locker mit drei Längen gegen den damals lange führenden Finoras. Der Samum-Sohn Finoras gehört in Iffezheim erneut zu seiner Gegnern.

Ein weiterer interessanter Kandidat sollte im kleinen Trial-Feld Amazonit (Foto) sein. Der Kamsin-Sohn gewann eines der vermutlichen Schlüsselrennen in der diesjährigen Maiden-Klasse. Er siegte beim ersten Start der Karriere zu Ostern in Köln gegen Red Pepper und den Schlenderhaner Ito, der sich kürzlich völlig überlegen aus der Maidenklasse verabschiedete und jetzt Kurs auf die Kölner Union nimmt.

Der hochgehandelte Schiergen-Schützling Giant’s Cauldron wäre in der Maiden-Klasse längst überfällig, versucht aber nun auf Listen-Niveau den ersten Punkt zu holen sowie die „Derby-Quali“ zu schaffen.

Im Diana Trial (25.000 Euro) über 1800 Meter scheinen drei Pferde für den Sieg in Frage zu kommen. Waldemar Hickst, der das Diana-Trial die letzten beiden Jahr gewinnen konnte, sattelt Lacy, die in der diesjährigen Ausgabe sehr gute Chancen besitzen sollte.

Gleiches sollte für die von Markus Klug für das Gestüt Görlsdorf trainierte Wunde gelten. Das Quartier von Markus Klug ist aktuell sehr gut auf dem Posten und Wunder ist bei weitem nicht die einzige Lady aus dem Heumarer Form-Quartier. Klug sattelt zudem noch Rosebay und World’s Dream. Eine weitere aussichtsreiche Kandidatinnen ist die von Jean-Pierre Carvalho für Georg Baron von Ullmann vorbereite Sousmain.

Interessant sind in diesem Feld natürlich auch die drei französischen Gast-Stuten. Dabei vertreten Sarinda und Vacationer die weltberühmten Farben von Sheikh Mohammed al Maktoum und stammen zudem vom englischen Derby-Dritten Dubawi ab. Trainer ist der hierzulande immer sehr erfolgreich agierende Henri-Alex Pantall, der mit der bereits zweimal siegreichen Vacationer gegenüber Sarinda aussichtsreicher vertreten sein dürfte.

Ein Pferd der französischen Spitzentrainerin Christiane Head findet man hierzulande eher selten in den Starterlisten. Sie sattelt für den Schweizer Großbesitzer Anton Kräuliger Semilla, die bereits im Vorjahr eine sehr gute Zweijährige war und vor kurzem in Compiegne in einem Course B-Rennen einen starken dritten Platz belegte. Der damalige Sieger Vercingetorix, Schützling von Andre Fabre, gilt in unserem Nachbarland Frankreich als veritables Listenpferd. Keine leichte Aufgabe also für die dreijährigen deutschen Stuten! (Zum Langzeitmarkt)

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