Wie der Vater, so der Sohn: Swacadelic ganz ?berlegen

Mit Spannung wurde in Bremen am Freitag das George C. Muhle Gedächtnis-Rennen für Dreijährige erwartet. Auch wenn es sich bei dem 2100 Meter-Rennen um eine vergleichsweise ‚kleine‘ Prüfung handelte, so hat dieses Examen in der Vergangenheit schon den einen oder anderen späteren Derby-Sieger hervorgebracht.

So zum Beispiel Wiener Walzer oder Adlerflug. Letztgenannter stellte hier sogar drei Nachkommen. Insgesamt besitzen vier der insgesamt sieben Pferde in diesem Rennen eine Nennung für das ‚Blaue Band‘.

Und am Ende war es auch einer der ‚Adlerflüge‘, der das Rennen machte. Ohne zu hart angefasst zu werden setzte sich der von Jean-Pierre Carvalho für den Stall Ullmann trainierte 18:10-Favorit Swacadelic unter Adrie de Vries durch.

Aus vierter Position heraus schien de Vries keine Mühe zu haben seinen Partner, der in Köln im vergangenen Jahr mit Rang drei bereits ordentlich debütierte, an der Außenseite nur mit den Händen an den beiden führenden Springbok Flyer (Andreas Wöhler/Jozef Bojko) und Agenor (Waldemar Hickst/Filip Minarik) vorbeizubringen (Video ansehen).

Agenor musste auf den letzten Metern nach einer leichten Behinderung für Rang drei noch Hot Like Mexico (Roland Dzubasz/Andreas Helfenbein) vor sich dulden. Ebenfalls ein Adlerflug-Nachkomme. Auf den ersten vier Plätzen landeten somit alle Pferde, die hier mit einer Derby-Nennung angereist kamen. Man könnte sich also spätestens am 6. Juli in Hamburg wiedersehen.

Bei RaceBets.com purzelte der Derby-Kurs auf Swacadelic nach dem Bremer Sieg von 350 zunächst auf 250:10. Diese 250 hielten allerdings nicht lange und über 200 rutschte der Kurs auf den Adlerflug-Sohn bis auf 150:10.

Für Adrie de Vries war dieser Erfolg bereits der dritte Tagestreffer. Zuvor gewann der Niederländer auf Lucien van der Meulens Semai (29:10) das Altersgewichtsrennen über 1400 Meter und auf dem von Dr. Andreas Bolte trainierten Volany (33:10) den Ausgleich III über 1200 Meter.

Der zweite Ausgleich III des Tages über 2200 Meter ging an einen starken Mandachic und Reiter Vinzenz Schiergen. Trainiert wird die Shirocco-Tochter von Christian Sprengel. Auch das letzte Rennen des Tages wurde als Ausgleich III entschieden. Mit feinem Speed setzte sich nach 1600 Meter der von Andreas Wöhler trainierte Cabanello (91:10) unter Jozef Bojko durch.

Das erste Rennen der Bremer Turf-Saison ging an Ferdinand Leves Merci Cherie (30:10) und Lennart Hammer-Hansen. Die Stute scheiterte zuletzt zweimal am Boden, am Freitag passte im Altersgewichtsrennen über 2200 Meter alles für die Vierjährige. Auf den Plätzen folgten Hollywood Dreamer (Torsten Reinecke/Maxim Pecheur) und Aitutaki (Pavel Vovcenko/Adrie de Vries).

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