‚Amico Mio ist im Qatar International Cup meine beste Chance beim Festival‘, hatte Marvin Suerland im Sport-Welt-Interview verraten. Und am Dienstagabend hatte der 27jährige noch richtig Mumm auf den Schützling von Yousef Bentaher, der als einer der Favoriten für das mit einer Million Riyal (ca. 200.000 Euro) dotierte Gruppe II-Rennen auf der Meile am Mittwoch galt.
Doch am Mittwochmittag kam die Hiobsbotschaft, der Best of the Bests-Sohn hatte sich kurzfristig eine Verletzung zugezogen, die einen Start im Hauptrennen des zweiten Festival-Tages unmöglich machte.
‚Das ist ganz bitter‘, war der Kölner Jockey verständlicherweise geknickt, und auch ein zweiter Platz mit Amico Mios Stallgefährten Hi Holy im sechsten Rennen des Tages konnte ihn nicht wirklich erheitern.
Gewonnen wurde das wichtigste Rennen des zweiten Festival-Tages schließlich von der von Majid Safedeen trainierten Mojave Desert (Foto), die unter Darren Williams mit einem Hals-Vorteil gegen Miblish erfolgreich war, und somit zu ihrem dritten Sieg in Folge kam. Dritter wurde Beach Club.
Ansonsten stand der Renntag ganz im Zeichen der Gäste aus dem Oman, denn von dort kam überraschenderweise der Sieger im zweiten Hauptereignis des Tages, der Qatar International Trophy, einem Gruppe I-Rennen für die arabischen Vollblüter über die Meile, in dem es ebenfalls um eine Million Rial ging.
Der sechsjährige Hengst Raddad aus dem Stall von Ahmed Abdullah Al Marzooqi, setzte sich dabei unter Asad Al Seyabi gegen den Schimmel Bin Amer durch, hinter dem die favorisierte, und zuvor ungeschlagene Oaks-Siegerin Aden (Julian Smart/Richard Mullen) dichtauf den dritten Platz belegte.
Doch das war nicht alles. Bereits im ersten Rennen, dem Fegentri-Rennen für die Damen, durfte die Delegation aus dem Oman jubeln, als Fatma Al Manji von der Royal Cavalry of Oman mit Jassim Al Ghazalis Al Safi erfolgreich war. Die deutsche Vertreterin Michelle Blumenauer hatte wie bereits am ersten Tag kein gutes Pferd zugelost bekommen und landete unter ferner liefen.
Wie am ersten Meetingstag konnte sich auch Adrie de Vries wieder in die Siegerliste eintragen. Er gewann mit dem von Jassim Al Ghazali trainierten Sejalaat das siebte Rennen des Tages, ein 1000 Meter-Handicap für die englischen Vollblüter, das mit 100.000 Rial dotiert war.
Für Al Ghazali, dem aktuellen, und vermutlich auch künftigen Championtrainer in Katar, bedeutete das den fünften Tagessieg.










