Trainer Pavel Vovcenko mit drei Pferden in Cagnes dabei

Vor zwei Wochen trat der von Pavel Vovcenko trainierte Halbblüter Briodolf noch in einem Bremer Halbblutrennen gegen seinen Stallgefährten Breido an, belegte hinter diesem einen zweiten Platz, was beim späten Saisondebüt eine ordentliche Form war. Am Montag wird der siebenjährige Medicus-Sohn des Stalles Biancolino auf der Riviera-Rennbahn von Cagnes-sur-mer starten, wo das Hindernis-Meeting beginnt.

Der Wallach zählt zu den Kandidaten für das höchstdotierte Rennen des Tages, den Prix du Col de l’Isoard, ein Hürdenrennen über 3900 Meter, in dem es um insgesamt 38.000 Euro geht. Nach der Vorstarterangabe am Donnerstag kamen neben dem Vovcenko-Schützling noch zwölf weitere Pferde für diese Prüfung in Betracht.

Der prominenteste Name wurde am Donnerstag aber gestrichen, denn lange galt auch die „Königin von Cagnes“, die Waky Nao-Tochter Wutzeline für dieses Rennen in Betracht. Zweimal, 2010 und 2011 hatte die Top-Springerin dieses Rennen gewonnen, im vergangenen Jahr kam sie auf den zweiten Platz. Doch ihr Trainer Yannick Fertillet nahm sie am Donnerstag aus dem Rennen.

Dennoch erwartet Briodolf eine ganz schwere Aufgabe, denn die Gegner haben schon Format. So waren z. B. Catmoves und Oeil du Maitre aus dem Stall von Jean-Paul Gallorini im Januar in dieser Reihenfolge Erster und Zweiter in der Grande Course de Haies de Cagnes, einem Listenrennen auf der Hürdenbahn. Briodolf, für den es der erste Auslandsstart ist, wird von Cevin Chan geritten.

Der alte und neue Champion der Hindernisjockeys in Deutschland ist auch der Partner des Vierjährigen Falconettei, der ebenfalls von Pavel Vovcenko trainiert wird, in einem Hürdenrennen über 3500 Meter, das mit 32.000 Euro dotiert ist. Auch hier gab es am Donnerstag noch 13 potenzielle Starter.

„Wir haben bis zum 26. Dezember drei Boxen in Cagnes bekommen. Neben Briodolf und Falconettei kommt dort auch noch Mister Moon zum Einsatz. Das Rennen von Briodolf ist natürlich sehr schwer, aber aus dem Verkaufsrennen, für das er auch noch genannt war, wäre er mit Sicherheit herausgeflogen. So hat er immerhin schon mal einen Start im Leib“, erklärt der Bremer Trainer, der persönlich vor Ort sein wird. Bis zum 7. Januar wird es in Cagnes-sur-mer zehn Veranstaltungen über Sprünge geben, ehe am 14. Januar das Flachmeeting beginnt.

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