Ein schwerer Unfall überschattet den Samstags-Renntag in Hamburg. Im dritten Rennen, einem Hürdenrennen über 3400 Meter, wurden an der ersten Hürde drei Pferde, Baitsileir, Cool Kid und Quidam reiterlos. Diese galoppierten erst mit dem restlichen Feld, drehten aber nach einer Runde, beim Versuch angehalten zu werden, am Ende der Zielgeraden um.
Als es unter der Reihenfolge Falconettei, Ländler, Glad Royal, Good Prince und Mercyless durch den Schlussbogen ging, kam es zum katastrophalen Zusammenprall. Ohne Sichtkontakt für die Reiter krachten die urplötzlich vor ihnen auftauchenden Pferde in das Feld.
Während Falconettei, Good Prince, Ländler und Mercyless noch in letzter Sekunde ausweichen konnten wurde Glad Royal mit Bohumil Nedorostek voll getroffen. Der Reiter wurde aus dem Sattel geschleudert und blieb regungslos auf dem Geläuf liegen und ließ das schlimmste befürchten. Nach einer ersten Notversorgung wurde der Hubschrauber alarmiert, der auch wenig später bereits auf der Horner Rennbahn landete.
Erste Untersuchungen noch auf der Bahn ergaben, dass Bohumil Nedorostek ansprechbar ist und dass er im stabilen Zustand mit Rettungswagen in das Berufsgenossenschaftliche Krankenhaus Boberg eingeliefert wurde. Dort wurde ein Unterarmbruch, sowie diverse Prellungen diagnostiziert. Bedauerlicherweise konnten Cool Kid und Glad Royal nicht gerettet werden.
Durch die Rennleitung, vertreten durch Dr. Peter Tasch, gab es ein erstes Statement. „Uns war es nicht möglich, das Rennen anzuhalten. Zwischen Umdrehen der Pferde und dem Crash verging weniger als eine Minute. Wir konnten in diesem kurzen Zeitraum keinen Einfluss auf die Reiter nehmen. Das große Pech war, dass es sowohl zwischen den Reitern, als auch den reiterlosen Pferden keinen Sichtkontakt gab.“ Nach einer 30 minütigen Unterbrechung wurde die Veranstaltung fortgesetzt.










