Endlich: Secessio beim 4. Australien-Start mit Sieg Nr.1!

Wie hier bereits berichtet, ist der vierjährige Secessio eines der vielen deutschen Pferde, die den Weg nach Australien gefunden haben. Für seine Fährhofer Zuchtstätte schaffte er vorbereitet von Waldemar Hickst im Mai 2012 in Baden-Baden im Iffezheimer Derby-Trial gegen Andolini einen Listensieg.

Mitte Juni bestätigte er die Form in Bremen als Listen-Zweiter zu Baltic Rock in einem weiteren Trial für das Deutsche Derby, für das er selbst nie genannt war. Im Anschluss daran wurde er nach Australien verkauft, wo er am 8. Dezember in Rosehill sein Debut gab.

Für Trainer Chris Waller wurde der Königstiger-Sohn zunächst bei einem Aufbaustart über 1.350 Meter Achter und anschließend kurz vor dem Jahreswechsel über 1.900 Meter in einem mit 85.000 AUS-Dollar dotierten Handicap unter Höchstgewicht Dritter von acht.

Nach diesem Formanstieg war er Mitte Januar auf derselben Ebene über 2.000 Meter in Rosehill schon knapper Favorit, als Vierter von neun aber zwei Längen hinter dem Sieger im Ziel. Am Samstagmorgen sollte es auf Bahn und Distanz dann aber endlich klappen.

Wieder ging es auf Handicap-Level um insgesamt 85.000 AUS-Dollar, wovon 48.750 auf Secessios Konto wanderten, was umgerechnet 37.000 Euro entspricht. Auf schwerem Boden war fast das halbe Feld zurückgezogen worden und letztlich sieben Pferde am Start.

Secessio gehörte zu den Favoriten und zahlte 38:10, nachdem er sich unter Jockey Corey Brown gegen Angola und Court Connection durchgesetzt hatte. Der Abstand zum Zweiten wurde wie in Australien üblich nicht mit Hals oder kurzem Hals, sondern mit 0,2 Längen angegeben.

Trainer Waller hatte in Secessio vor Wochen ein Mitteldistanz-Pferd gesehen und fest mit Verbesserung seiner ersten Australien-Leistung gerechnet.

Er sprach damals davon, dass Secessio wahrscheinlich kastriert werden würde. Es ist aber nun wohl eher anzunehmen, dass man keine Veränderung einleitet, sondern den Halbruder von Silvaner weiterhin auf der Handicap-Schiene einsetzt. Sein Vater Königstiger war im Jahr 2012 ebenso abgetreten wie dessen Vater Tiger Hill und Monsun als Vater von Secessios Mutter Suisun.

Etwa zeitgleich lief in Caulfield mit dem Leger-Sieger von 2010 Val Mondo ein anderer Ex-Deutscher. In einem 100.000 AUS-Dollar Handicap kam er auf gutem Boden nicht über den neunten und letzten Platz hinaus und endete in einem gesprengten Feld als Riesenaußenseiter sogar abgeschlagen.

Bei vier Starts in seiner neuen Heimat hat er damit weiter erst einen Gegner hinter sich lassen können. Allerdings wurde er maximal auf 2.000 Metern und diesmal sogar über eine Meile eingesetzt, obwohl auch in Australien veröffentlicht ist, dass er seine Siege auf Distanzen zwischen 2.200 und 2.800 Metern erzielt hat.

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